So arbeitet RATG
Warum es RATG gibt
Im Alltag stößt man immer wieder auf rechtliche Fragen: bei der Miete, am Arbeitsplatz, in der Familie oder nach einem Unfall. Die Antworten stehen alle im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS), frei zugänglich. Die Texte sind dort aber in juristischer Fachsprache verfasst und für Nichtjuristen oft schwer zu verstehen.
RATG ist für alle anderen gedacht. Wir nehmen die Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs und erklären sie so, dass man sie ohne juristische Ausbildung versteht. Dazu verlinken wir das Gesetz und die Originalentscheidung. Die Seite ist kostenlos, ohne Werbung und ohne Anmeldung. Uns ist wichtig, dass jeder einfach zu diesen Informationen kommt.
Was RATG nicht ersetzt
Wer eine verbindliche Auskunft zu seinem eigenen Fall braucht, sollte eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt aufsuchen. Unserer Erfahrung nach hilft es, sich vorher schon mit dem Thema befasst zu haben. Man versteht die Fragen besser, weiß, welche Unterlagen wichtig sind, und das Gespräch wird kürzer und ergiebiger.
Eines sollten Sie aber nicht tun: mit einem Ausdruck von RATG in die Kanzlei gehen und sagen „Da steht aber, dass …“. Jede Entscheidung betrifft einen bestimmten Fall. Schon kleine Unterschiede im Sachverhalt können zu einem anderen Ergebnis führen, und das Recht ändert sich laufend. Recht ist sehr komplex, deshalb dauert die Ausbildung von Anwältinnen und Anwälten viele Jahre. RATG soll Sie auf das Gespräch vorbereiten, es aber nicht ersetzen.
Woher die Texte kommen
Rechtssätze, Entscheidungen und Gesetzestexte stammen aus dem Rechtsinformationssystem des Bundes. Wir holen sie jede Nacht ab, neue Entscheidungen erscheinen deshalb meist wenige Tage nach ihrer Veröffentlichung im RIS unter Neue Entscheidungen. Bei jeder Regel verlinken wir den Originaltext im RIS, damit Sie nachlesen können, was das Gericht wörtlich gesagt hat.
Wie die Erklärungen entstehen
Die Alltagsfrage und die verständliche Erklärung zu jeder Regel sind mit KI aufbereitet und von uns stichprobenweise geprüft. Bei jeder Regel steht, wann die Erklärung entstanden ist. Maßgeblich ist immer der Originaltext des Gerichts. Wenn der OGH später anders entschieden hat, weisen wir bei der Regel darauf hin.
Wo bekomme ich Hilfe?
- Erste anwaltliche Auskunft: Die Rechtsanwaltskammern bieten eine kostenlose erste Auskunft durch Anwältinnen und Anwälte an.
- Amtstag am Bezirksgericht: An den Bezirksgerichten gibt es kostenlose Rechtsauskunft zu Verfahren, die dort geführt werden.
- Arbeiterkammer: Beratung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Arbeitsrecht und Konsumentenschutz.
- Mieterorganisationen: Mietervereinigung und Mieterschutzverband beraten ihre Mitglieder in Mietfragen.
Die genauen Zeiten und Bedingungen finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Stelle.
Fehler melden
Ist eine Erklärung falsch, missverständlich oder veraltet? Schreiben Sie uns an oxff7imce8@vr9at2g1.vadt und nennen Sie die Adresse der Seite. Wir sehen uns jede Meldung an und korrigieren die Erklärung.