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Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) · 25.07.2017 · Fall aus Wien

OGH 9 ObA 72/17d

Worum es ging: Kann mir das Gericht aus einem anderen Grund Recht geben?

Die Regeln aus dieser Entscheidung

Das Gericht ist an Ihre Anträge und an den geltend gemachten Anspruch gebunden. Haben Sie keinen bestimmten Rechtsgrund genannt, darf es unter den in Betracht kommenden Ansprüchen wählen. Haben Sie sich ausdrücklich auf einen bestimmten Rechtsgrund gestützt, darf es Ihrer Klage nicht aus einem anderen Grund stattgeben.

Neue Einwendungen rechtlicher Art können Sie im Revisionsverfahren nicht mehr vorbringen, wenn die dafür nötigen Tatsachen in erster Instanz nicht besprochen wurden. Für neues Tatsachenvorbringen gilt dasselbe.

Wird das Rechtsmittelgericht in der Rechtsfrage überhaupt angerufen, prüft es die angefochtene Entscheidung nach allen Richtungen. Es ist dabei nicht auf die von Ihnen genannten Punkte beschränkt.

Der Weg durch die Instanzen

Zitierte Paragrafen

ZPO § 502 ZPO § 508a ZPO § 510

Entscheidungstext

31 Absätze, 7.994 Zeichen · im RIS ansehen

Anfang des Textes anzeigen

Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

25.07.2017

Geschäftszahl

9ObA72/17d

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Hopf als Vorsitzenden, die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Dehn, den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Hargassner sowie die fachkundigen Laienrichter Mag. Klaus Oblasser und ADir. Gabriele Svirak in den verbundenen Arbeitsrechtssachen der klagenden Parteien 1. Dkfm. Dr. A***** S*****, 2. ***** Dr. G***** P*****, 3. Verlassenschaft nach Dr. W***** S*****, 4. DI K***** Z*****, 5. DI H***** P*****, 6. Dr. D***** H*****, 7. Dkfm. Dr. F***** K*****, alle vertreten durch Gerlach Rechtsanwälte in Wien, gegen die beklagte Partei E***** AG, *****, vertreten durch Barnert Egermann Illigasch Rechtsanwälte GmbH in Wien, wegen zuletzt 1. 3.949,66 EUR brutto sA, 2. 21.725,40 EUR brutto sA, 3. 1.630,91 EUR brutto sA, 4. 1.540,53 EUR brutto sA, 5. 1.140,25 EUR brutto sA, 6. 2.663,80 EUR brutto sA, 7. 5.008,50 EUR brutto sA (Gesamtstreitwert: 37.659,05 EUR brutto sA, Gesamtrevisionsinteresse: 29.879,39 EUR sA), über die außerordentliche Revision der erst-, zweit-, viert- und sechstklagenden Parteien gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 24. April 2017, GZ 9 Ra 2/17f-18, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision der erst-, zweit-, viert- und sechstklagenden Parteien wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 510 Abs 3 ZPO).

Der vollständige Text steht im RIS (Link oben).

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