Kann die Eintreibung von laufendem Unterhalt gestoppt werden?
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Ständige Rechtsprechung seit 1963, zuletzt bestätigt am 24.06.2025 (23 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1963)
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Bei nur teilweiser anderweitiger Sicherstellung des Unterhalts darf somit die Exekution zur Hereinbringung des laufenden Unterhalts in Ansehung der Differenz nicht aufgeschoben werden, weil erst durch die Zahlung dieses Betrags der notwendige Unterhalt der betreibenden Partei sichergestellt ist (3Ob2142/96p).OGH 3 Ob 209/02k, 27.11.2002
- Hier: Rente für Pflegekostenaufwand - Deckung existenztieller Bedürfnisse.OGH 3 Ob 146/98m, 24.06.1998
- Hier: laufender Unterhaltsaufwertungsbetrag.OGH 3 Ob 122/92, 28.04.1993
- Der titulierte Unterhalt entspricht zwar nicht ausnahmslos dem notwendigen Unterhalt, der durch eine Aufschiebung der Exekution zur Hereinbringung laufenden Unerhalts nicht gefährdet werden darf. Ob dies in einem bestimmten Einzelfall so ist, ist aber keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 4 Z 1 ZPO.OGH 3 Ob 1025/84, 13.02.1985
- Keine diesbezüglich Bescheinigungspflicht bei rückständigen Unterhaltsforderungen.OGH 3 Ob 175/76, 25.01.1977
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- Eine Exekution zur Hereinbreingung eines bereits fälligen Unterhaltsbetrages liegt aber nur dann vor, wenn der Exekutionsantrag innerhalb des Zeitraumes, für den der Unterhaltsbetrag geschuldet wird, gestellt wurde.OGH 3 Ob 64/72, 08.06.1972
- Verpflichteter (geschiedener Ehegatte) kann betreibende Partei (Ehegattin) nicht auf §§ 292, 292 a ASVG (Ausgleichszulage) verweisen.OGH 3 Ob 125/71, 15.12.1971
- Bloße Verpflichtung eines Dritten zur Unterhaltsgewährung reicht nicht aus, wenn er sie nicht erfüllt.OGH 3 Ob 15/70, 18.02.1970
- Aus dem Umstand allein, daß der Verpflichtete für den laufenden Monat als Teilzahlung S 500,-- leistete, kann nocht nicht gefolgert werden, daß der notwendige Unterhalt nicht gefährdet sei.OGH 3 Ob 137/65, 08.09.1965
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0001613 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 1 von 23.
- OGH 3 Ob 92/25p, 24.06.2025, Fall aus Oberösterreich
Im Gesetz
- Exekutionsordnung (EO) § 42 · Aufschiebung der Exekution
Die andere Seite
Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Wird wegen künftig fällig werdender Unterhaltsbeträge Exekution geführt, kommt es darauf an, ob Sie glaubhaft machen, dass Sie künftig zahlen werden. Haben Sie den Unterhalt für die kommenden zwei Monate bezahlt, ist das zwingend als glaubhaft gemacht anzusehen.
Wird gegen Sie wegen eines im Außerstreitverfahren festgesetzten Unterhalts Exekution geführt, können Sie deren Unzulässigkeit mit Klage geltend machen. Das gilt auch dann, wenn Sie sich darauf stützen, dass der Unterhaltsanspruch erloschen ist. Sie müssen dafür nicht zuerst eine Entscheidung im Außerstreitverfahren erwirken.