Kann mein befristeter Vertrag vorzeitig gekündigt werden?
Mit KI erklärt am 06.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden
Ständige Rechtsprechung seit 1980, zuletzt bestätigt am 24.01.2020 (8 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1980)
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Die befristete Vereinbarung einer bestimmten Funktion während aufrechtem Dienstverhältnis macht das zugrunde liegende unbefristete Dienstverhältnis grundsätzlich nicht zu einem auf bestimmte Zeit. Die befristete Betrauung mit einer bestimmten Funktion bewirkt lediglich eine bestimmte Verwendung unter der Bedingung des aufrechten Dienstverhältnisses.OGH 8 ObA 2/20g, 24.01.2020
- § 48 ASGGOGH 9 ObA 193/94, 28.10.1994
- Kündigt der Dienstgeber dennoch, so ist § 1162 b ABGB sinngemäß anzuwenden.OGH 9 ObA 140/90, 13.06.1990
- Für den Fall der Beendigung zum selben Termin schließen einander Kündigung und Befristung grundsätzlich aus.OGH 4 Ob 105/85, 10.09.1985
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0028431 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 2 von 8.
- OGH 8 ObA 2/20g, 24.01.2020, Fall aus Wien
- OGH 8 ObA 23/19v, 24.05.2019, Fall aus Tirol
Im Gesetz
Die andere Seite
Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Nein. Vereinbaren die Parteien, dass sich das Dienstverhältnis ohne gegenteilige Erklärung auf unbestimmte Zeit verlängert, bleibt es trotzdem zulässig befristet. Eine solche Erklärung beendet das Dienstverhältnis nicht wie eine Kündigung, sondern verhindert bloß die Überleitung in ein unbefristetes.
Ja. Wird ein befristeter Vertrag nur deshalb verlängert, weil Sie aus persönlichen Gründen darum gebeten haben, liegt keine unzulässige Aneinanderreihung befristeter Verträge vor. Dass Sie die Verlängerung bloß beantragt haben, genügt dafür allerdings nicht.