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Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) · 21.12.2017 · Fall aus Wien

OGH 5 Ob 179/17k

Worum es ging: Ist die Zustellung gültig, wenn sie mein Vertreter erhalten hat?

Die Regeln aus dieser Entscheidung

Wurde das Schriftstück nicht der Person zugestellt, für die es nach der Zustellverfügung bestimmt war, sondern ihrem Vertreter, heilt der Mangel nicht schon dadurch, dass es tatsächlich zugekommen ist. Eine besondere Heilungsregel für gesetzliche Vertreter kann aber greifen; sie hängt von der jeweils geltenden Fassung des Zustellgesetzes ab.

Empfänger ist nicht, für wen das Schriftstück inhaltlich gedacht war, sondern wen die Behörde in ihrer Verfügung als Empfänger angegeben hat. Wurde dort die falsche Person genannt, kann dieser Fehler nicht nachträglich geheilt werden.

Nein. Wird ein Schriftstück an eine prozessunfähige Person adressiert und ihr zugestellt, ist diese Zustellung unwirksam. Sie wird auch nicht dadurch gültig, dass das Schriftstück später der gesetzlichen Vertretung übergeben wird.

Der Weg durch die Instanzen

Zitierte Paragrafen

WEG 2002 § 10 WEG 2002 § 16 ZPO § 505

Entscheidungstext

34 Absätze, 7.199 Zeichen · im RIS ansehen

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Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

21.12.2017

Geschäftszahl

5Ob179/17k

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr.

Hradil als Vorsitzenden sowie die Hofrätin Dr. Grohmann und die Hofräte Mag. Wurzer, Mag. Painsi und Dr. Steger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Xinghua G*****, vertreten durch Mag. Christian Grasl, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagten Parteien 1. Radoslavka K*****, vertreten durch DDr. Gebhard Klötzl, Rechtsanwalt in Wien, 2. T***** GmbH, *****, vertreten durch Dr. Herbert Gartner, Mag. Daniel Karandi, Rechtsanwälte in Wien, 3. Petro F*****, 4. Gerda K*****, vertreten durch den Sachwalter Dr. Ulrich Klimscha, öffentlicher Notar, 1190 Wien, Döblinger Hauptstraße 7, 5. DI Ivo Z*****, vertreten durch DDr. Gebhard Klötzl, Rechtsanwalt in Wien, 6. Anna M*****, 7. Mag. Brigitta J*****, 8. Herbert B*****, vertreten durch DDr. Gebhart Klötzl, Rechtsanwalt in Wien, 9. Martin M*****, 10. Christian S*****, 11. Perica T*****, 12. Oskar G*****, 13. Ing. Josef P*****, 14. Walter S*****, 15. Helga S*****, 16. Karl N*****, 17. Vadim S*****, 18. Aleksandra S*****, 19. Thomas K*****, 20. DI Gerhard K*****, 10.–20.-Beklagte vertreten durch DDr. Gebhart Klötzl, Rechtsanwalt in Wien, 21. Tamara Elisa S*****, 22. Sebastian L*****, 23. Sabine L*****, 24. DI Gernot W*****, 25. DI Karin Eva W*****, 22.–25.-Beklagte vertreten durch DDr. Gebhart Klötzl, Rechtsanwalt in Wien, wegen Vertragsunterfertigung, über die Revision der 1.-, 5.-, 8.-, 10.- bis 20.-, 22. bis 25.-beklagten Parteien gegen das Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgericht vom 3. Mai 2017, GZ 63 R 108/16x-27, mit dem das Urteil des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien vom 22. September 2016, GZ 28 C 213/16g-22, teilweise bestätigt, teilweise abgeändert wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der vollständige Text steht im RIS (Link oben).

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