Zum Inhalt springen
Anderes · Auslegung eines klaren Gesetzeswortlauts

Darf ein Gericht ein eindeutiges Gesetz anders auslegen?

betrifft Kläger, Beklagte, Rechtsanwender
Ist der Wortlaut eines noch jungen Gesetzes eindeutig und stimmt er mit dem Zweck überein, den der Gesetzgeber in den Erläuterungen genannt hat, dann darf ihn ein Gericht nicht durch eine abweichende Auslegung korrigieren.

Mit KI erklärt am 05.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden

Ständige Rechtsprechung seit 1981, zuletzt bestätigt am 29.01.2025 (6 Entscheidungen).

So hat das Gericht es formuliert (1981)

Stimmt bei einem relativ "jungen" Gesetz der klare, jeden Zweifel ausschließende Wortlaut einer Bestimmung mit der sich aus den Materialien ergebenden historisch-subjektiven Zweckdeklaration vollkommen überein, dann ist für eine diesen Gesetzeswortlaut "korrigierende", objektiv-teleologische Auslegung kein Raum. (hier: DHG 1965).

Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen

Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0008768 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen

Entscheidungen dazu

Im Portal: die neuesten 2 von 6.

Im Gesetz

Teilen WhatsApp Facebook LinkedIn E-Mail

Verwandte Fragen

Anderes · Auslegung unklarer Gesetze
Anderes · Fehler im Gesetzestext und Auslegung
Anderes · Grenzen der Auslegung durch Gerichte
Anderes · Auslegung von Gesetzen durch die Gerichte
Anderes · Auslegung unklarer Gesetze