Gilt es als Verzeihung, wenn wir wieder miteinander schlafen?
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Ständige Rechtsprechung seit 1953, zuletzt bestätigt am 23.09.2025 (49 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1953)
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Ebensowenig im Bestehen einer vernünftigen Gesprächsbasis und der (notwendigen) Übereinkunft über die Schuldenregulierung.OGH 1 Ob 4/98i, 28.04.1998
- Bloßer Geschlechtsverkehr ohne ausdrücklichen Verzeihungswillen rechtfertigt zwar nicht die Annahme einer Verzeihung, doch kann bei regelmäßigen sexuellen Kontakten nicht gesagt werden, daß die seelisch - körperliche Gemeinschaft zwischen den Ehegatten zu bestehen aufgehört habe.OGH 8 Ob 597/92, 24.09.1992
- Beweis für eine Verzeihung obliegt dem schuldigen Ehegatten.OGH 7 Ob 519/90, 22.02.1990
- Sogar, wenn Zeugung erfolgte!OGH 3 Ob 110/55, 23.02.1955
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0057022 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 2 von 49.
- OGH 5 Ob 103/25w, 23.09.2025, Fall aus Steiermark
- OGH 5 Ob 71/19f, 13.06.2019, Fall aus Niederösterreich
Genannte Normen
EheG §56 A
Die andere Seite
Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Nein. Verzeihung ist ein innerer Vorgang, der an keine Form gebunden ist, sich aber im gesamten Verhalten ausdrücken muss. Sie können sie gegenüber Ihrem Partner ebenso wie gegenüber Dritten kundtun, auch stillschweigend. Die erlittene Kränkung muss innerlich überwunden sein und der Wille erkennbar, die Ehe fortzusetzen.
Ergeben sich aus dem Verhalten des beklagten Ehegatten Anhaltspunkte dafür, dass eine Verfehlung verziehen wurde, muss das Gericht das von sich aus beachten. Sie müssen das also nicht ausdrücklich geltend machen, damit es berücksichtigt wird.