Wann trifft mich ein Verschulden an einem Unfall?
betrifft Geschädigte, Schädiger, Unfallbeteiligte, Versicherungen
Ein Verschulden liegt nur dann vor, wenn jemand jenen Grad an Sorgfalt und Aufmerksamkeit nicht eingehalten hat, der üblicherweise erwartet wird. Wer diesen gewöhnlichen Maßstab einhält, trifft kein Vorwurf.
Mit KI erklärt am 05.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden
Ständige Rechtsprechung seit 1976, zuletzt bestätigt am 10.09.2024 (13 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1976)
Ein Verschulden ist nur gegeben, wenn der gewöhnliche Grad des Fleißes und der Aufmerksamkeit nicht eingehalten wurde.
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Es handelt auch fahrlässig, wer ein Verhalten für erlaubt hält, obwohl es erkennbar rechtswidrig ist; zB wer bei gehöriger Aufmerksamkeit den Eintritt des Schadens voraussehen hätte können.OGH 2 Ob 112/10z, 22.06.2011
- Es ist auch das Wissen einzubeziehen, das der Täter um die konkreten Umstände hatte. Das Wissen-Müssen richtet sich von vornherein nach dem, was ein maßgerechter Mensch in der konkreten Situation hätte wissen müssen.OGH 2 Ob 112/10z, 22.06.2011
- Hier: Sorgfalt beim Tanzen.OGH 3 Ob 57/07i, 28.06.2007
- Zum Vorwurf der Sorglosigkeit in eigenen Angelegenheiten: es kommt darauf an, ob der Geschädigte jene Sorgfalt außer acht gelassen hat, die ein ordentlicher und verständiger Mensch (der maßstabgerechte Durchschnittsmensch) in der konkreten Lage zur Vermeidung des Schadens anzuwenden pflegt.OGH 7 Ob 56/87, 10.12.1987
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0026343 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 2 von 13.
- OGH 2 Ob 130/24t, 10.09.2024, Fall aus Wien
- OGH 5 Ob 15/20x, 22.10.2020, Fall aus Wien
Im Gesetz
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