Darf ich statt des Verdienstentgangs die höhere Rente wählen?
Mit KI erklärt am 06.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden
Ständige Rechtsprechung seit 1965, zuletzt bestätigt am 19.01.2016 (56 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1965)
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Hier: „Abstrakte Rente“ für Schüler abgelehnt; Sicherungsfunktion fehlt, da konkret entstehender Verdienstentgang aufgrund Anerkenntnis der Beklagten unbenommen bleibt.OGH 2 Ob 230/15k, 19.01.2016
- Der Umstand, dass der Kläger etwa infolge einer Heilbehandlung einen auf einen bestimmten Zeitraum begrenzten konkreten Verdienstentgang erlitten hat, hindert somit nicht den Zuspruch einer abstrakten Rente, sofern er nur im Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz keinen tatsächlichen Verdienstentgang hat.OGH 2 Ob 176/09k, 12.11.2009
- Voraussetzung für die Zuerkennung einer abstrakten Rente ist, dass der Kläger im maßgeblichen Zeitpunkt des Schlusses der Verhandlung erster Instanz keinen konkreten Verdienstentgang erleidet.OGH 2 Ob 176/09k, 12.11.2009
- Eine abstrakte Rente ist nicht zuzusprechen, wenn ein konkreter Verdienstentgang bereits eingetreten ist; abstrakte und konkrete Berechnung dürfen nicht verquickt werden.OGH 2 Ob 177/99i, 01.07.1999
- Der Grundsatz, dass eine abstrakte Rente nicht zuzuerkennen ist, wenn dem Geschädigten ein tatsächlicher Verdienstentgang ersetzt wird, gilt auch für den Fall, als der tatsächliche Verdienstentgang durch eine Rente aus der Sozialversicherung ersetzt wird.OGH 2 Ob 358/66, 16.02.1967
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0030747 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 1 von 56.
- OGH 2 Ob 230/15k, 19.01.2016, Fall aus Niederösterreich
Im Gesetz
- Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) § 1325 · Insbesondere
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Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Sie soll ausgleichen, dass Sie sich körperlich und seelisch mehr anstrengen müssen als früher, um Ihren Verdienst zu halten. Außerdem soll sie Ihnen erlauben, schon jetzt Rücklagen für den Fall zu bilden, dass Sie den Arbeitsplatz wegen der Verletzung später verlieren. Dazu kommt, dass Sie im Wettbewerb mit anderen künftig benachteiligt sein können.
Beim Ersatz für entgangenen Verdienst wird nicht nur der Nettobetrag ersetzt. Dazu kommen auch die davon zu entrichtenden Abzüge, also die Steuer und Beiträge dafür, dass Ihre Ansprüche aus der früheren, besser bezahlten Beschäftigung erhalten bleiben.