Kann ein falscher Name in der Klage noch berichtigt werden?
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Ständige Rechtsprechung seit 1968, zuletzt bestätigt am 29.09.2020 (64 Entscheidungen).
Stichwort des Gerichts (1968)
Der Gerichtshof hat hier nur ein Stichwort festgehalten. Die Regel selbst steht in den Ergänzungen und Entscheidungen, die diesen Rechtssatz tragen.
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Hier: Offenkundige Fehlbezeichnung.OGH 9 ObA 65/20d, 29.09.2020
- Die bisherigen Gesellschafter einer während des Prozesses vollbeendeten Kommanditgesellschaft können nicht im Wege eines Parteiwechsels in den Prozess einbezogen werden.OGH 8 ObA 72/07g, 03.04.2008
- Der Oberste Gerichtshof ist bei der Annahme eines gewillkürten Parteiwechsels äußerst zurückhaltend und lässt diesen nur in den im Prozessrecht geregelten Fällen zu.OGH 8 ObA 72/07g, 03.04.2008
- Die Berichtigung der Parteienbezeichnung von einer nicht existierenden "protokollierten Einzelfirma" auf die gleichlautende existierende Kommanditgesellschaft ist zulässig.OGH 4 Ob 2340/96p, 17.12.1996
- daran hat auch die durch die ZVN 1983 neu geschaffene Bestimmung des § 235 Abs 5 ZPO nichts geändert, weil sie nur die bisherige Lehre und Rechtsprechung festschreibt.OGH 7 Ob 591/85, 11.07.1985
- Hier: Die gegen eine (im Ausgleich befindliche) Genossenschaft gerichtete Klage wird (unter Berücksichtigung des Klagsvorbringens) auf den Sachwalter der Ausgleichsschuldnerin berichtigt.OGH 5 Ob 610/83, 14.06.1983
- "Präzisierung" der Parteienbezeichnung.OGH 6 Ob 680/80, 05.09.1980
- Parteiwechsel nur bei ausdrücklicher gesetzlicher Anordnung.OGH 1 Ob 12/80, 27.05.1980
- Verschmelzung von Genossenschaften.OGH 1 Ob 543/80, 16.04.1980
- Gesamtrechtsnachfolger bei juristischer Person.OGH 1 Ob 750/79, 28.11.1979
- Massenforderung Brennstoff W. GmbH eine andere Person als Hans W. GmbH, selbst wenn beide Gesellschaften in Konkurs.OGH 4 Ob 116/79, 16.10.1979
- Bei Klage gegen D als natürliche Person der unter gleichem Namen als D & Co GembH eine Firma mit gleichem Firmengegenstand am gleichen Sitz betreibt, Berichtigung, wenn die Gesellschaft Beklagte ist.OGH 4 Ob 107/76, 05.10.1976
- Ergänzung um den Zusatz GesmbH.OGH 1 Ob 662/76, 14.09.1976
- Unzulässig: Einzelunternehmen auf GmbH auch bei Einbringung als Sacheinlage.OGH 8 Ob 7/76, 04.02.1976
- Berichtigungsfähigkeit verneint (Personengesellschaft - GmbH).OGH 1 Ob 83/75, 11.06.1975
- Hier: Anstelle der Kirchner ....AG die Kirchner KG.OGH 4 Ob 76/74, 17.12.1974
- Es muss daher trotz der unrichtigen Bezeichnung der Klage bereits entnommen werden können, für wen der Anspruch geltend gemacht wird.OGH 7 Ob 79/73, 09.05.1973
- Hier wurde die Bezeichnung "Fa Gebrüder H" (eine stille Gesellschaft) in "Anton H" (Name des Geschäftsinhabers) berichtigt.OGH 6 Ob 102/73, 03.05.1973
- Eine Berichtigung der Parteienbezeichnung liegt immer dann vor, wenn nur die Bezeichnung des Rechtssubjektes geändert werden soll, ohne dass an die Stelle des bisher als Partei betrachteten und als solche behandelten Rechtssubjektes ein anderes treten soll.OGH 5 Ob 240/69, 24.09.1969
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0035139 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 1 von 64.
- OGH 9 ObA 65/20d, 29.09.2020, Fall aus Steiermark
Im Gesetz
Die andere Seite
Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Die Bezeichnung einer Partei darf berichtigt werden, wenn nur der Name unrichtig angegeben ist. Haben Sie aber die falsche Person geklagt, hilft eine Berichtigung nicht.
Eine Berichtigung ist nur zulässig, wenn aus der Klage zweifelsfrei erkennbar ist, wer geklagt sein sollte. Fehlt diese Klarheit, liegt keine bloße Berichtigung vor, sondern der Austausch der Partei.