Wer zahlt die Kosten, wenn beide an der Scheidung schuld sind?
günstig für Scheidungskläger betrifft Ehegatten, Scheidungskläger, Scheidungsbeklagter
Wollten Sie die Scheidung wegen alleiniger Schuld Ihres Partners, spricht das Gericht aber nur überwiegende Schuld aus, teilt es die Kosten. Üblich ist ein Verhältnis von drei zu eins zu Ihren Gunsten. Das Gericht entscheidet dabei nach den Umständen des Falles und nach dem Grad der Schuld.
Mit KI erklärt am 06.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden
Ständige Rechtsprechung seit 1990, zuletzt bestätigt am 20.11.2017 (5 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1990)
Kostenteilung im Verhältnis 3:1, wenn eine Ehe anstatt aus dem Alleinverschulden aus dem überwiegenden Verschulden des jegliche Verfehlungen bestreitenden Gegners geschieden wird.
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Bei überwiegendem Verschulden eines der Ehegatten ist die Ausmessung des Kostenersatzes dem begründeten Ermessen des Gerichtes zu überlassen, das hiebei auf die besonderen Umstände des Falles, insbesondere auf den Grad des Verschuldens Bedacht zu nehmen hat (8 Ob 8/02p; SZ 2003/83). Danach entspricht es der Billigkeit, den Prozesserfolg der Klägerin mit drei Viertel zu bewerten und dementsprechend dem Beklagten die Hälfte der Kosten der Klägerin - mit Ausnahme der Gerichtsgebühren - aufzuerlegen.OGH 9 Ob 60/05x, 25.01.2006
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0035945 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 1 von 5.
- OGH 5 Ob 140/17z, 20.11.2017, Fall aus Salzburg
Im Gesetz
Verwandte Fragen
Familienrecht · Überwiegendes Verschulden an der Scheidung
Familienrecht · Gewichtung der beiderseitigen Schuld
Familienrecht · Verschuldensabwägung bei der Scheidung
Familienrecht · Verschuldensaufteilung bei der Scheidung
Familienrecht · Überwiegendes Verschulden an der Zerrüttung