Handle ich unlauter, wenn meine Rechtsansicht später nicht durchdringt?
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Ständige Rechtsprechung seit 1983, zuletzt bestätigt am 24.06.2025 (154 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1983)
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Hier: Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2011 über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung (PatientenmobilitätsRL).OGH 4 Ob 154/25p, 20.02.2026
- Ein Mitbewerber ist nicht zur strengsten, für ihn nachteiligsten Auslegung verpflichtet.OGH 4 Ob 164/24g, 24.06.2025
- Keine vertretbare Rechtsauffassung bei Vorliegen einer - zwischen den Parteien des vorliegenden Verfahrens ergangenen - höchstgerichtlichen Entscheidung zu bestätigenden Lauterkeitsverstößen der Antragstellerin.OGH 16 Ok 2/23i, 30.11.2023
- Hier: Einhebung von Zuschlägen nach § 5 Wiener Taxitarif.OGH 4 Ob 123/22z, 20.12.2022
- Hier: Vertretbare Auffassung, dass pauschalierte Aufwandersätze für Reisekosten und Zeitaufwand von EUR 25 pro Plasmaspende mit dem in § 8 Abs 4 BSG 1999 normierten Grundsatz der Unentgeltlichkeit vereinbar sind und damit geworben werden darf.OGH 4 Ob 183/20w, 26.11.2020
Alle 96 Ergänzungen anzeigen
- Hier: Ausübung eines reglementierten Gewerbes ohne Gewerbeberechtigung; keine vertretbare Rechtsauffassung wegen der klaren Anordnung der Gewerbeordnung.OGH 4 Ob 206/19a, 19.12.2019
- Darauf, ob der Verstoß auch "subjektiv vorwerfbar" ist, kommt es seit der UWG Novelle 2007 nicht mehr an.OGH 4 Ob 14/18i, 17.07.2018
- Hier: Vertretbarkeit der Rechtsansicht verneint angesichts des Wortlautes des § 3 Z 4 LMSVG.OGH 4 Ob 34/15a, 11.08.2015
- Dem belangten Mitbewerber ist daher der Einwand verwehrt, er habe mit guten Gründen die Unions- oder Verfassungswidrigkeit der von ihm übertretenen Norm annehmen können.OGH 4 Ob 145/14y, 21.10.2014
- Der Zweck des Schutzes von kollektiven Verbraucherinteressen des § 28a KschG ließe sich nur schwer erreichen, könnte ein systematisches, längere Zeit andauerndes und/oder in einer Vielzahl von Geschäftsfällen gesetztes gesetzwidriges Verhalten eines Unternehmers deshalb nicht effektiv bekämpft werden, weil ihm eine vertretbare Rechtsansicht zugebilligt wird.OGH 1 Ob 37/14v, 18.09.2014
- Hier: Verstoß gegen § 119 GewO.OGH 4 Ob 61/14w, 17.09.2014
- Bei Verstößen gegen das BPrBG kommt eine Einordnung in die Fallgruppe „Wettbewerbsvorspruch durch Rechtsbruch“ nicht in Betracht. Es kommt daher nicht auf die Vertretbarkeit der Rechtsansicht an. Zu prüfen ist, ob ein Verstoß vorliegt.OGH 4 Ob 57/13f, 27.08.2013
- Hier: Konzessionspflicht nach dem Kraftfahrliniengesetz ‑ KflG.OGH 4 Ob 209/12g, 17.12.2012
- Hier: Zahnärztevorbehalt nach § 4 ZÄG.OGH 4 Ob 87/12s, 18.09.2012
- Hier: Art 5 der Werberichtlinie der Zahnärztekammer nach § 35 Abs 5 ZahnärzteG.OGH 4 Ob 215/11p, 28.02.2012
- Hier: § 1 Satz 1 BuchpreisbindungsG.OGH 4 Ob 1/12v, 28.02.2012
- Der Vertretbarkeitsmaßstab ist grundsätzlich auch bei der Beurteilung privatwirtschaftlichen Verhaltens der öffentlichen Hand anzulegen (sofern kein Verstoß gegen das Durchführungsverbot nach § 108 Abs 3 AEUV vorliegt).OGH 4 Ob 67/11y, 19.10.2011
- Hier: Vertretbarkeit verneint.OGH 4 Ob 125/11b, 19.10.2011
- Es ist grundsätzlich Aufgabe des Klägers, jene Regelungen aufzuzeigen, deren – auf eine unvertretbare Rechtsansicht beruhende – Verletzung einen Wettbewerbsverstoß begründet.OGH 17 Ob 14/10y, 16.02.2011
- Hier: Tabakwerbung.OGH 4 Ob 137/09i, 20.04.2010
- Hier: Deinstallationsentgelt in AGB eines Mobilfunkunternehmens; Rufnummernportierung.OGH 4 Ob 99/09a, 23.02.2010
- Bei der Auslegung eines unbestimmten Rechtsbegriffs wird eine unvertretbare Rechtsansicht im Regelfall nur dann vorliegen, wenn und soweit dieser Begriff bereits durch höchstgerichtliche Rechtsprechung oder eine beständige Verwaltungspraxis konkretisiert wurde.OGH 4 Ob 101/09w, 14.07.2009
- Maßgebend für die Beurteilung der Vertretbarkeit einer Rechtsauffassung sind der eindeutige Wortlaut und Zweck der angeblich übertretenen Norm sowie gegebenenfalls die Rechtsprechung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts und eine beständige Praxis von Verwaltungsbehörden.OGH 4 Ob 40/09z, 09.06.2009
- Hier: Arzneimittelwerbung.OGH 4 Ob 33/09w, 21.04.2009
- Hier: Ansicht, dass die eisenbahnrechtliche Baubewilligung durch die kurzzeitige Dislozierung eines Blockhauses nicht untergegangen sei, ist vertretbar.OGH 4 Ob 15/09y, 24.03.2009
- Dass die Verwaltungsbehörde erster Instanz eine erstmals an sie herangetragene Rechtsfrage anders beurteilt als der Beklagte, führt nicht automatisch dazu, dass eine andere Rechtsansicht von vornherein unvertretbar sein musste.OGH 4 Ob 15/09y, 24.03.2009
- Im Wettbewerbsprozess ist grundsätzlich nur die Frage zu prüfen, ob es eine mit guten Gründen vertretbare Auslegung der strittigen Norm gibt, die dem Verhalten des Beklagten nicht entgegensteht. Ist das der Fall, besteht kein Anlass zur Klärung der weiteren Frage, ob diese Auslegung bei einer vertieften Prüfung auch tatsächlich zutrifft. Eine (auch nur im untechnischen Sinn) „bindende" Entscheidung über die „richtige" Auslegung einer Norm ist daher bei Annahme einer vertretbaren Rechtsansicht nicht zu erwarten.OGH 4 Ob 156/08g, 18.11.2008
- Die Vertretbarkeit einer Rechtsansicht ist aufgrund des Wortlauts und des offenkundigen Zwecks der angeblich verletzten Normen des Verwaltungsrechts und der dazu ergangenen Entscheidungen der zuständigen Behörden und Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts zu beurteilen.OGH 4 Ob 161/08t, 14.10.2008
- Gibt es eine mit guten Gründen vertretbare Auslegung der strittigen Normen, die dem Verhalten des Beklagten nicht entgegensteht, so besteht kein Anlass zur Klärung der weiteren Frage, ob diese Auslegung bei einer vertieften Prüfung auch tatsächlich zutrifft.OGH 4 Ob 161/08t, 14.10.2008
- Dass die Verwaltungsbehörde eine Rechtsfrage nachträglich anders beurteilt, führt nicht automatisch dazu, dass eine andere Rechtsansicht von vornherein unvertretbar sein musste.OGH 4 Ob 76/08t, 20.05.2008
- Der neue Gesetzeswortlaut von § 1 UWG idF der UWG-Novelle 2007 zwingt nicht zur Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung zur vertretbaren Rechtsauffassung beim Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch.OGH 4 Ob 225/07b, 11.03.2008
- Die Beklagten konnten vertretbarer Weise annehmen, die Ausstrahlung einer Romanverfilmung - mag sie auch auf einem echten Kriminalfall basieren - verstoße nicht gegen § 23 MedienG, wenn das Strafverfahren überdies wegen Flucht des Angeklagten abgebrochen ist.OGH 4 Ob 153/07i, 02.10.2007
- Die Kenntnis von § 9 LMG (§ 5 Abs 3 LMSVG) muss einem Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln unterstellt werden. Angesichts des klaren Wortlauts dieser Bestimmungen kann sich die Beklagte auch nicht auf eine vertretbare Rechtsansicht berufen.OGH 4 Ob 171/06k, 19.12.2006
- Hier: Frage der Anwendbarkeit des BäckAG 1996 bei Betrieb mit Bäcker- und Gastgewerbeberechtigung - „Backwarenauslieferung II".OGH 4 Ob 173/06d, 17.10.2006
- Hier: Frage der Anwendbarkeit des BäckAG 1996 bei Betrieb mit Gewerbeberechtigungen für das Bäcker-, das Konditor- und das Transportgewerbe. - „Backwarenauslieferung I"OGH 4 Ob 170/06p, 17.10.2006
- Die Auffassung des Beklagten, auch außerhalb des für seine Fahrschule nach dem KFG genehmigten Standorts einen "Infopoint" einrichten zu dürfen, ist aus diesen Gründen zumindest vertretbar.OGH 4 Ob 123/06a, 28.09.2006
- Vertretbarkeit ist jedenfalls dann anzunehmen, wenn das beanstandete Verhalten - hier: das Anbringen von Werbetafeln an Licht- und Spannmasten - durch Genehmigungen der zuständigen Verwaltungsbehörde gedeckt ist. Die Richtigkeit dieser Genehmigungen ist im Wettbewerbsprozess nicht zu prüfen.OGH 4 Ob 152/06s, 28.09.2006
- Hier: Messung von Blutwerten mit vollautomatischen Geräten, die auf eine Nutzung durch Laien angelegt sind - „Laktattests".OGH 4 Ob 168/06v, 28.09.2006
- Vertretbare Rechtsauffassung, dass das Erstellen von Trainingsempfehlungen für grundsätzlich gesunde Menschen nicht in den Vorbehaltsbereich von § 2 Abs 2 ÄrzteG fällt, und zwar auch dann nicht, wenn diese Tätigkeit auf der Auswertung von Blutwerten oder anderen Indikatoren für die körperliche Leistungsfähigkeit beruht.OGH 4 Ob 168/06v, 28.09.2006
- Vertretbarkeit der Rechtsansicht ist jedenfalls dann anzunehmen, wenn das beanstandete Verhalten - hier: das Anbringen von Werbetafeln an Lichtmasten und Spannmasten - durch Genehmigungen der zuständigen Verwaltungsbehörde gedeckt ist. Die Richtigkeit dieser Genehmigungen ist im Wettbewerbsprozess nicht zu prüfen.OGH 4 Ob 115/06z, 12.07.2006
- Der Beklagte hat aufgrund einer vertretbaren Rechtsansicht gehandelt, wenn er sich von einem befugten Fachunternehmen bei jenen gewerblichen Tätigkeiten unterstützen ließ, für deren Durchführung ihm die Befugnis fehlt, weil die in der Gewerbeberechtigung festgelegten Maße überschritten werden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der vom Fachunternehmen entsandte Dienstnehmer in seiner Person die gewerberechtlichen Voraussetzungen für die auszuführenden Tätigkeiten erfüllt hat, weil die Berechtigung des entsendenden Dienstgebers das Handeln aller seiner Dienstnehmer gleichermaßen mitumfasst.OGH 4 Ob 193/05v, 24.01.2006
- Hier: Ob die Auffassung der Drittbeklagten, der Vertrag über die Einfriedung der Baustelle ringstraßenseitig sei keine ausschreibungspflichtige Dienstleistungskonzession im Sinn des § 4 Abs 2 BVergG und sein Abschluss daher kein dem BVergG unterliegender Beschaffungsvorgang, mit guten Gründen vertretbar sei.OGH 4 Ob 262/04i, 14.03.2005
- Die Auffassung, für diese Tätigkeit weder eine Gewerbeberechtigung als Adressbüro noch eine Gewerbeberechtigung als Immobilienmakler zu benötigen, ist jedenfalls mit guten Gründen vertretbar.OGH 4 Ob 35/04g, 16.03.2004
- Die Tätigkeit des Betriebs eines elektronisch unterstützten Informationssystems, mit dessen Hilfe Vermieter Namen von Mietinteressenten in Erfahrung bringen können, ist nicht deckungsgleich jener eines Adressbüros oder eines Immobilienmaklers.OGH 4 Ob 35/04g, 16.03.2004
- Hier: Überschreitung der Gewerbeberechtigungen "Werbeberater, -gestalter, -mittler" nicht subjektiv vorwerfbar.OGH 4 Ob 205/03f, 10.02.2004
- Hier: § 13 Abs 9 ORF-G, keine "cross promotion".OGH 4 Ob 8/03k, 20.05.2003
- Ist bei unterschiedlicher Auslegung der - nach der Behauptung des Klägers - verletzten Vorschrift die Auffassung des Beklagten über ihre Bedeutung durch das Gesetz so weit gedeckt, dass sie mit gutem Grund vertreten werden kann, dann liegt keine sittenwidrige Wettbewerbshandlung vor.OGH 4 Ob 107/03v, 20.05.2003
- Hier: Ausstrahlung von regionalen Veranstaltungshinweisen im Hörfunkprogramm Hitradio Ö3.OGH 4 Ob 99/03t, 20.05.2003
- Hier: § 1 Abs 2 Sbg BergführerG - Kletterschule".OGH 4 Ob 82/03t, 29.04.2003
- Fehlt Rechtsprechung zur Zulässigkeit eines bestimmten Verhaltens, so ist zur Frage der Vertretbarkeit einer Rechtsauffassung im Sinn des § 1 UWG auf die von der zuständigen Verwaltungsbehörde vertretene Rechtsmeinung und die ständige Verwaltungspraxis abzustellen.OGH 4 Ob 256/02d, 25.03.2003
- § 45 Abs 3 ÄrzteG, § 49 Abs 2 und Abs 3 ÄrzteG, Betrieb zweier Ordinationsstandorte.OGH 4 Ob 81/02v, 09.04.2002
- Die Auslegung des Beklagten über den Umfang der ihm gemäß § 172 Abs 3 GewO zustehenden Vertretungsbefugnis vor Behörden, dahingehend, dass er auch vor Gerichten vertreten kann, steht in keinem offenkundigen Widerspruch zum Gesetz, zum Wortlaut seiner Gewerbeberechtigung, dem Berufsbild des zuständigen Fachverbands oder einer höchstgerichtlichen Rechtsprechung, zumal der Begriff "Behörde" in der Staatsrechtslehre im Rahmen eines funktionalen Behördenbegriffs als gemeinsamer Oberbegriff für Gerichte und Verwaltungsbehörden verwendet wird.OGH 4 Ob 44/02b, 13.03.2002
- Ob ein Verstoß gegen § 1 UWG vorliegt, hängt daher davon ab, ob die Rechtsauffassung im Gegensatz zu einem klaren Gesetzeswortlaut, zur offenkundigen Absicht des Gesetzgebers oder allenfalls zu einer höchstgerichtlichen Rechtsprechung steht.OGH 4 Ob 29/02x, 12.02.2002
- Hier: Bankwesengesetz.OGH 4 Ob 135/00g, 15.06.2000
- Hier: Kursleiter einer Volkshochschule.OGH 4 Ob 343/97p, 12.11.1997
- Hier: Betonmischanlage als Betriebsanlage im Sinne des § 74 GewO.OGH 4 Ob 114/97m, 13.05.1997
- Hier: Art 3 lit a und lit d der RL "Arzt und Öffentlichkeit" der Österreichischen Ärztekammer.OGH 4 Ob 2170/96p, 12.08.1996
- "Fahrpreisanzeiger" - Fahrzeitanzeiger.OGH 4 Ob 2191/96a, 12.08.1996
- Hier: Subjektiv vorwerfbarer Verstoß gegen die §§ 42, 44 LFG bewirkt Sittenwidrigkeit (im Sinn des § 1 UWG) des Betriebes einer Gleitschirmschule ohne die erforderliche Bewilligung.OGH 4 Ob 78/95, 05.12.1995
- Ist der Gesetzeswortlaut klar, kann eine davon abweichende Auffassung nicht mit gutem Grund vertreten werden.OGH 4 Ob 78/95, 05.12.1995
- Hier: § 101 lit a LFG - gewerbsmäßige Beförderung von Personen und Sachen mit Luftfahrzeugen.OGH 4 Ob 75/95, 10.10.1995
- Auch dann, wenn das Verhalten des Beklagten nach der Einholung einer Auskunft der Rechtsansicht und ständigen Verwaltungspraxis der zuständigen Behörde entsprach, selbst wenn die gegenteilige Rechtsansicht richtig war (MR 1987,107 - Rubbel-Puzzle).OGH 4 Ob 137/94, 06.12.1994
- Ob für die - nach § 324 Abs 2 GewO zur Bewilligung (des Gelegenheitsmarktes) zuständige - Gemeinde durch das dafür berufene Organ gehandelt und seinen Willen in der richtigen Form zum Ausdruck gebracht hat, ist für die Beurteilung des Verhaltens der Beklagten ebenso unerheblich wie die Frage, ob die behördliche Entscheidung inhaltlich richtig ist.OGH 4 Ob 1045/94, 10.05.1994
- Hier: Gebäudereiniger (§ 94 Z 72 GewO) - Innenraumpfleger.OGH 4 Ob 27/94, 12.04.1994
- Hier: Bestätigung der zuständigen Stelle die Voraussetzungen für den Weiterbetrieb einer Schischule zu erfüllen.OGH 4 Ob 87/93, 21.09.1993
- Hier: Verneint angesichts des Wortlauts des § 172 Abs 3 KO.OGH 4 Ob 82/91, 24.09.1991
- Hier: § 96a GewOOGH 4 Ob 38/91, 18.06.1991
- Hier: Ambulatoriumstätigkeit einer Krankenanstalt.OGH 4 Ob 32/91, 07.05.1991
- Hier: Abgrenzung "Chirurgie" und "Orthopädie und orthopädische Chirurgie".OGH 4 Ob 119/90, 25.09.1990
- Hier: ApothekenvorbehaltOGH 4 Ob 94/90, 11.09.1990
- An diesem subjektiven Erfordernis des "Handelns gegen die guten Sitten" bei einem Rechtsbruch nach § 1 UWG ist trotz der von der Lehre daran geübten Kritik (insbesondere Liebscher, Der Unterlassungsanspruch bei Rechtsbruch nach § 1 UWG, WBl 1989,105; Koppensteiner, Wettbewerbsrecht 2. Auflage, 217, 249 ff; auch - marginal - Fritz-Roth, Verkauf unter dem Einstandspreis, RdW 1989,244) festzuhalten.OGH 4 Ob 178/89, 27.02.1990
- Hier: Verneint bei § 340 Abs 6 GewO 1973.OGH 4 Ob 71/88, 13.09.1988
- Ist die Verfassungswidrigkeit einer Bestimmung bereits vom VfGH geprüft und von ihm ausdrücklich verneint worden, kann sich der am Verfahren vor dem VfGH Beteiligte nicht mehr auf seine abweichende Rechtsauffassung berufen.OGH 4 Ob 402/87, 23.02.1988
- Bei einer gezielten Umgehung gesetzlicher Vorschriften kann sich die Erstbeklagte auch nicht mit Erfolg darauf berufen, ihre Handlungsweise sei durch das Gesetz so weit gedeckt gewesen, dass sie diese mit guten Gründen für erlaubt halten konnte. Der Zweck der Vorschrift über das Fertigbedienen ist für jeden Gewerbetreibenden evident.OGH 4 Ob 5/88, 09.02.1988
- Flug-Bus-SchnupperreiseOGH 4 Ob 368/87, 20.10.1987
- Hier: Begriff "Glücksspiel" im Sinne des § 1 Abs 1 GlSpG.OGH 4 Ob 334/87, 19.05.1987
- Hier: Erlass des BMGU betreffend die "Einstufung von teeähnlichen Produkten" - "Kräutertee V".OGH 4 Ob 378/86, 24.03.1987
- Daher keine Berufung auf die gegenteiligen Rechtsauskünfte des Teelieferanten und das Ausbleiben von Beanstandungen durch die Verwaltungsbehörden.OGH 4 Ob 389/86, 10.03.1987
- Gesundheitstee IIIOGH 4 Ob 1316/86, 10.03.1987
- Warum die Grundsätze zur fehlenden subjektiven Vorwerfbarkeit eines Wettbewerbsverstoßes bei der Verletzung von Rechtsvorschriften, die dem Schutz der Volksgesundheit dienen, nicht gelten sollten, ist nicht einzusehen.OGH 4 Ob 307/87, 17.02.1987
- Gesundheitstees IIOGH 4 Ob 340/86, 15.12.1986
- Hier: Zurückweisung eines außerordentlichen Rechtsmittels, weil Ansicht durch Bescheid (LMG) gedeckt.OGH 4 Ob 1313/86, 29.09.1986
- Hier: Ausschluss durch Berufung auf KosmetikV, BGBl 1984/337 - "KosmetikV".OGH 4 Ob 352/86, 01.07.1986
- Hier: Ideeller "Reisebüroverein" - §§ 1 Abs 2, 208 GewO; § 1 VerG - "Reiseclub".OGH 4 Ob 401/85, 27.05.1986
- Vertretbare Auffassung, dass die Übernahme eines Gesamtauftrages zur Errichtung einer Stahlhalle jedenfalls dann durch § 33 Abs 1 Z 3 GewO gedeckt sei, wenn die nach § 157 Abs 1 GewO den konzessionierten Baumeistern vorbehaltenen Planungsarbeiten und Berechnungsarbeiten nach der Auftragserteilung an einen befugten Baumeister weitergegeben werden.OGH 4 Ob 326/86, 13.05.1986
- Verneint für AMG bei "Rheumatee", "Gichttee" und "Blutdrucktee" in Verbindung mit eindeutigen Zweckbestimmungsangaben wie "zur Erhöhung des Blutdrucks" oder "zur Senkung des Blutdrucks". - "Gesundheitstee"OGH 4 Ob 301/86, 18.02.1986
- HeilmasseurOGH 4 Ob 305/86, 18.02.1986
- Untersagtes Gewerbe.OGH 4 Ob 335/85, 23.04.1985
- Hier: StukkateurgewerbeOGH 4 Ob 379/84, 13.11.1984
- Hier: Vertragliche Bindung (MRV-Ski).OGH 4 Ob 302/84, 24.01.1984
- Die Beurteilung der Frage, ob ein bestimmtes Verhalten den guten Sitten im geschäftlichen Verkehr zuwiderläuft, steht allein dem Gericht zu. - "Diagnose-GesmbH".OGH 4 Ob 416/82, 13.12.1983
- Auch ein Zuwiderhandeln gegen eine in einer einstweiligen Verfügung ausgesprochene Rechtsmeinung ist entschuldbar, wenn die gegenteilige Auffassung vertretbar ist und eine höchstgerichtliche Judikatur nicht vorliegt. - "Metro-Post III"OGH 4 Ob 393/83, 08.11.1983
- Reisen in der Bank.OGH 4 Ob 357/83, 06.09.1983
- Keine vertretbare Rechtsauffassung bei Inventurverkauf außerhalb des von der Kammer der gewerblichen Wirtschaft festgesetzten Zeitraumes.OGH 4 Ob 337/83, 10.05.1983
- Hier: § 57 Abs 1 GewO - "Schönheitsparty III".OGH 4 Ob 305/82, 22.02.1983
- Metro-Post IIOGH 4 Ob 312/82, 18.01.1983
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0077771 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 2 von 154.
- OGH 4 Ob 210/24x, 24.06.2025, Fall aus Tirol
- OGH 4 Ob 177/18k, 23.10.2018, Fall aus Wien
Genannte Normen
UWG §1 C2; UWG §1 Abs1 Z1 D5a; UWG §1 Abs1 Z1 E
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Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Es kommt auf den Eindruck an, der sich beim flüchtigen Lesen für einen durchschnittlichen Interessenten ergibt, und auf den Gesamteindruck der Mitteilung. Eine Angabe kann daher als unrichtig gelten, obwohl sie sachlich richtig ist, nämlich dann, wenn ihr etwas Unwahres entnommen werden kann.
Nein. Verständlichkeit ist zwar Voraussetzung, reicht aber nicht aus. Eine Klausel, die Sie gröblich benachteiligt, wird nicht dadurch wirksam, dass der Verwender die unsachliche Regelung besonders deutlich formuliert oder das Ungleichgewicht besonders nachdrücklich vertritt.