Schützt mich der Rat eines Fachmanns vor Vorwürfen?
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Haben Sie sich über die Rechtslage geirrt, kann Ihnen das unter Umständen nicht vorgeworfen werden, wenn Sie fachkundigen Rat eingeholt haben. Die befragte Stelle muss verlässlich und sachlich kompetent sein und über den gesamten Sachverhalt informiert werden.
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Ständige Rechtsprechung seit 1994, zuletzt bestätigt am 25.06.2024 (7 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1994)
Die Vorwerfbarkeit eines Rechtsirrtums kann insbesondere dann ausgeschlossen sein, wenn fachkundiger Rat einer verlässlichen, sachlich kompetenten Stelle, die über den gesamten Sachverhalt informiert wird, eingeholt wird.
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- An die Beurteilung von Rechtsunkenntnis und Rechtsirrtum ist grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen, weil jedermann verpflichtet ist, sich Kenntnis von den ihn nach seinem Lebenskreis treffenden Gesetzesvorschriften zu verschaffen. Die Beweislast obliegt derjenigen Person, die sich auf die Unkenntnis der Rechtslage berufen möchte.OGH 6 Ob 198/15h, 30.08.2016
- Voraussetzung ist auch, dass die Anfrage entsprechend ergebnisoffen formuliert war; bloße Gefälligkeitsgutachten exkulpieren nicht, wobei die (extrem geringe oder auffallend hohe) Höhe des Honorars ein Indiz für mangelnde Seriosität sein kann.OGH 6 Ob 198/15h, 30.08.2016
- Hier: § 29 Z 1 lit a iVm § 17 Abs 1 KartG 2005.OGH 16 Ok 2/11, 05.12.2011
- Hier: (Unvereinbarkeit) Vereinbarkeit der Funktion eines Landesrates mit der Berufsausübung als Notar.OGH Ds 33/96, 08.03.1999
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0089613 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 2 von 7.
- OGH 2 Ob 93/24a, 25.06.2024, Fall aus Oberösterreich
- OGH 6 Ob 198/15h, 30.08.2016, Fall aus Steiermark
Im Gesetz
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