Wie lange muss ich fahren, um ein Fahrrecht zu ersitzen?
günstig für Berechtigter betrifft Nachbarn, Grundeigentümer, Landwirte
Mindestens dreißig Jahre. Sie müssen den Weg in dieser Zeit im eigenen Namen, redlich und ungestört befahren. Die Fahrten müssen immer denselben Zwecken oder Zielen dienen und regelmäßig oder zumindest wiederkehrend stattfinden.
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Ständige Rechtsprechung seit 1975, zuletzt bestätigt am 09.10.2024 (5 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1975)
Die außerbücherliche Ersitzung einer Dienstbarkeit des Fahrweges setzt die redliche und echte Ausübung des entsprechenden Rechtsbesitzes im eigenen Namen durch mindestens 30 Jahre voraus, wobei die Betätigung dieses Rechtsbesitzes durch Befahren des Weges zu bestimmten gleichbleibenden Zwecken oder bestimmten gleichbleibenden Zielen zu regelmäßig oder unregelmäßig wiederkehrenden Zeiten zu erfolgen hat.
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Der Erwerb eines Rechts durch Ersitzung setzt voraus, dass der Ersitzende beziehungsweise dessen Rechtsvorgänger den qualifizierten Besitz ("Ersitzungsbesitz") des in Anspruch genommenen Rechts der im Gesetz bestimmten Zeit von 30 Jahren dauernd ausgeübt hat.OGH 1 Ob 551/93, 11.05.1993
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0011657 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 1 von 5.
- OGH 1 Ob 110/24v, 09.10.2024, Fall aus Niederösterreich
Im Gesetz
- Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) § 480
- ABGB § 1455
- ABGB § 1460 · Erfordernisse zur Ersitzung
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