Zum Inhalt springen

Darf ein Vertrag mich zwingen, nur bei einem Lieferanten zu kaufen?

günstig für Lieferant betrifft Unternehmer, Händler, Gastwirte, Lieferanten
Eine Vereinbarung, dass Sie nur bei einem bestimmten Vertragspartner beziehen dürfen, ist grundsätzlich zulässig. Sie ist aber dann sittenwidrig, wenn sie Sie wirtschaftlich so stark bindet, dass von einer Knebelung zu sprechen ist.

Mit KI erklärt am 05.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden

Ständige Rechtsprechung seit 1976, zuletzt bestätigt am 25.02.2026 (11 Entscheidungen).

So hat das Gericht es formuliert (1976)

Ausschließlichkeitsbindungen in Form von sog Bezugsbindungen sind im Verhältnis zum Vertragspartner insoweit als gesetzlich zulässig behandelt, als damit nicht eine zu weitgehende, mit den guten Sitten nicht mehr im Einklang stehende wirtschaftliche Knebelung des anderen Vertragsteils verbunden ist (SZ 32/133).

Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen

Alle 8 Ergänzungen anzeigen

Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0016718 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen

Entscheidungen dazu

Im Portal: die neuesten 2 von 11.

Im Gesetz

Teilen WhatsApp Facebook LinkedIn E-Mail

Verwandte Fragen

Vertragsrecht · Zulässigkeit von Bezugsbindungen
Vertragsrecht · Sittenwidrige Abhängigkeit vom Lieferanten
Vertragsrecht · Knebelung im Vertragshändlervertrag
Vertragsrecht · Sittenwidrige Verweigerung durch Monopolisten
Vertragsrecht · Interessenabwägung beim Bierbezugsvertrag