Muss Werbung eindeutig sein oder darf sie mehrdeutig bleiben?
Mit KI erklärt am 05.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden
Ständige Rechtsprechung seit 1955, zuletzt bestätigt am 24.06.2025 (89 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1955)
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Hier: Schadenersatzklage aufgrund eines von der Beklagten vertriebenen und (nach dem Vorbringen der Kläger) irreführend iSd § 2 UWG beworbenen Tresors.OGH 4 Ob 159/24x, 24.06.2025
- Gesundheitswerbung für pharmazeutische BeratungsleistungenOGH 4 Ob 15/23v, 28.03.2023
- Hier: Ankündigung einer neuen Sportbeilage zu einer TageszeitungOGH 4 Ob 46/23b, 28.03.2023
- Hier: „natürliche“ Buchweizenkomplexe.OGH 4 Ob 44/13v, 17.04.2013
- Hier: „Mit Abstand die meisten Leser pro Nummer aller Salzburger Medien".OGH 4 Ob 56/06y, 20.06.2006
Alle 46 Ergänzungen anzeigen
- Lässt die Werbeangabe mehrere Deutungen zu, dann muss auch jede von ihnen vertretbar und stichhältig sein. "Bio-Ziegel"OGH 4 Ob 90/94, 20.09.1994
- "PM" Gutscheine für Gratiskleininserate.OGH 4 Ob 68/93, 21.09.1993
- Das beste Wasser.OGH 4 Ob 140/90, 20.11.1990
- Anti-ZahnsteinOGH 4 Ob 98/88, 29.11.1988
- Westösterreichs größtes Teppichhaus.OGH 4 Ob 100/88, 15.11.1988
- Augenoptik-MeisterbetriebOGH 4 Ob 400/85, 10.12.1985
- Gartenwerkzeuge mit System.OGH 4 Ob 382/83, 20.09.1983
- Vorteilspreis im Fotohandel.OGH 4 Ob 334/83, 26.04.1983
- BMW-KundendienstOGH 4 Ob 379/82, 23.11.1982
- I.ArchOGH 4 Ob 382/82, 09.11.1982
- Kurier - Join the winner.OGH 4 Ob 371/82, 14.09.1982
- Movie 20OGH 4 Ob 311/82, 16.03.1982
- Flash-GordonOGH 4 Ob 418/81, 01.12.1981
- ALVORADO Schonkaffee - auf natürliche Weise von Koffein .... befreit.OGH 4 Ob 389/81, 29.09.1981
- Architektur-Büro.OGH 4 Ob 368/81, 23.06.1981
- Einheits-Schnellwechselplatte.OGH 4 Ob 303/81, 17.02.1981
- References to the beatle.OGH 4 Ob 309/80, 04.03.1980
- Saturday Night Disco Fever.OGH 4 Ob 320/79, 27.03.1979
- Werbung für Schwader in "Traktor aktuell".OGH 4 Ob 387/78, 24.10.1978
- DrogeriemarktOGH 4 Ob 362/78, 26.09.1978
- Bier-Hit ohne Alkohol.OGH 4 Ob 324/78, 04.04.1978
- FernlehrschuleOGH 4 Ob 314/77, 22.03.1977
- KürbissalatölOGH 4 Ob 379/76, 15.11.1976
- Wolfganger Trachtenstube.OGH 4 Ob 365/76, 05.10.1976
- ElektronenrechnerOGH 4 Ob 302/76, 23.03.1976
- Erfolgreichster Rennski.OGH 4 Ob 306/76, 02.03.1976
- SchweißtechnikOGH 4 Ob 329/75, 23.09.1975
- EDV-FormulareOGH 4 Ob 330/75, 23.09.1975
- Gratismontage von Skibindungen (ZugG).OGH 4 Ob 314/75, 22.04.1975
- G - macht Mode.OGH 4 Ob 308/75, 11.03.1975
- Parten eines Bestattungsunternehmens.OGH 4 Ob 368/74, 14.01.1975
- Trichex-FasigynOGH 4 Ob 352/74, 17.12.1974
- Österreichisches größtes Fachgeschäft für Skiläufer.OGH 4 Ob 354/74, 10.12.1974
- Austro-Service ......OGH 4 Ob 330/74, 01.10.1974
- BilligkeitsgarantieOGH 4 Ob 335/74, 01.10.1974
- Verlag für Mundmalerei und Fußmalerei.OGH 4 Ob 337/74, 24.09.1974
- Dies gilt insbesondere auch bei der Prüfung, ob eine Ankündigung gegen das RabG verstößt.OGH 4 Ob 320/74, 07.05.1974
- Club im Club.OGH 4 Ob 304/74, 19.03.1974
- Irrelevant, was sich der Ankündigende bei der Formulierung dachte.OGH 4 Ob 337/73, 11.12.1973
- Statt-Preise eines Möbelgeschäftes.OGH 4 Ob 332/73, 11.12.1973
- Naturreiner Williams-Brand.OGH 4 Ob 317/73, 05.06.1973
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0078428 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 2 von 89.
- OGH 4 Ob 159/24x, 24.06.2025, Fall aus Wien
- OGH 4 Ob 124/23y, 20.02.2024, Fall aus Wien
Genannte Normen
UWG §2 C2a
Die andere Seite
Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Wer wirbt, muss nicht von sich aus auf Nachteile der eigenen Ware hinweisen. Verschweigt ein Unternehmen aber etwas, worüber die Kunden Aufklärung erwarten durften, kann das eine Irreführung sein. Den Zeitpunkt der Herstellung oder Anschaffung muss die Werbung nicht angeben.
Gibt ein Unternehmer in seinen Vertragsbedingungen die gesetzliche Regelung so wieder, wie sie im Gesetz steht, und tut er das im Gesamtzusammenhang und ohne in die Irre zu führen, ist die Klausel verständlich genug. Über den Gesetzeswortlaut hinaus muss er den Text nicht weiter vereinfachen.