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Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) · 10.04.2018 · Fall aus Vorarlberg

OGH 5 Ob 43/18m

Worum es ging: Welches Recht gilt bei sehr alten Eigentumswohnungen?

Die Regeln aus dieser Entscheidung

Wurde das Wohnungseigentum an der Liegenschaft schon vor dem 1. September 1975 begründet, sind Streitfragen rund um eine neue Festsetzung der Anteile noch nach dem alten Gesetz von 1948 zu lösen. Das gilt auch für die Frage, ob an bestimmten Flächen wie einer Hofeinfahrt Wohnungseigentum besteht. Gesetze wirken nämlich grundsätzlich nicht zurück.

Ja, wenn sich der Sachverhalt geändert hat. Eine bloße Änderung der Widmung genügt dafür nicht. Auch wenn erst nachträglich der wahre Sachverhalt hervorkommt, der bei der ersten Festsetzung verborgen geblieben ist, können Sie einen neuen Antrag stellen. Für die Einleitung des Verfahrens reicht Ihre Behauptung; erweist sie sich als unrichtig, wird der Antrag abgewiesen.

Die im Gesetz genannten Fälle, in denen die Nutzwerte neu festgesetzt werden können, sind nicht abschließend aufgezählt. Eine Neufestsetzung ist daher auch in anderen Fällen möglich.

Der Weg durch die Instanzen

Zitierte Paragrafen

MRG § 37 WEG 2002 § 2 WEG 2002 § 29 WEG 2002 § 52 WEG 2002 § 55 WEG 2002 § 9 ZPO § 508a

Entscheidungstext

48 Absätze, 13.521 Zeichen · im RIS ansehen

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Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

10.04.2018

Geschäftszahl

5Ob43/18m

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr.

Jensik als Vorsitzenden sowie die Hofrätin Dr. Grohmann und die Hofräte Mag. Wurzer, Mag. Painsi und Dr. Steger als weitere Richter in der wohnrechtlichen Außerstreitsache der Antragstellerin G***** KG, *****, vertreten durch Mag. Martin Rützler, Rechtsanwalt in Dornbirn, gegen die Antragsgegner 1. V***** GmbH, *****, 2. Ing. G*****, vertreten durch Dr. Stefan Hämmerle, Rechtsanwalt in Dornbirn, 3. R*****, 4. S*****, 5. Dipl.-Ing. P*****, 6. R*****, vertreten durch W*****, 7. U***** S*****, 8. U***** B*****, 9. A*****, vertreten durch Dipl.-Ing. H*****, 10. M*****, 11. F*****, 12. Z*****, 13. T*****, 14. G*****, wegen Neufestsetzung der Nutzwerte/Jahresmietwerte, über den Revisionsrekurs der Antragstellerin gegen den Sachbeschluss des Landesgerichts Feldkirch als Rekursgericht vom 17. November 2017, GZ 2 R 275/17g-16, mit dem der Sachbeschluss des Bezirksgerichts Dornbirn vom 26. Juli 2017, GZ 18 Msch 3/17g-10, abgeändert wurde, den

Sachbeschluss

gefasst:

Spruch

Der vollständige Text steht im RIS (Link oben).

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