Kann ich zur Räumung verurteilt werden, obwohl ein Vertrag besteht?
Mit KI erklärt am 05.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden
Ständige Rechtsprechung seit 1962, zuletzt bestätigt am 17.12.2025 (10 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1962)
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- hier: Der aus einer Ausübung einer Kaufoption folgende schuldrechtliche Anspruch auf Einwilligung in die Einverleibung des Eigentumsrechts an der Liegenschaft und der Anspruch auf Übertragung der Liegenschaft ins bücherliche Eigentum stehen dem Räumungsbegehren entgegen.OGH 6 Ob 1/24a, 26.04.2024
- Hat der Vermieter zur Bauführung im Sinne des Bauplanes - damit also auch teilweise auf einer vom Mietvertrag nicht umfaßten Fläche - zugestimmt, so bildet diese Zustimmung den Rechtsgrund für die Benützung eben dieser Fläche durch den Mieter, der freilich eine angemessene zusätzliche Entschädigung zu leisten hat.OGH 4 Ob 2311/96y, 17.12.1996
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0010310 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 3 von 10.
- OGH 7 Ob 191/25a, 17.12.2025, Fall aus Steiermark
- OGH 6 Ob 1/24a, 26.04.2024, Fall aus Niederösterreich
- OGH 10 Ob 35/16v, 28.06.2016, Fall aus Tirol
Im Gesetz
Die andere Seite
Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Ja. Mit der Räumungsklage macht der Vermieter seinen Anspruch auf Rückgabe des Mietgegenstands geltend. Die Auflösung des Mietverhältnisses kann schon vorher erfolgt sein, sie kann aber auch erst in der Klage selbst erklärt werden.
Ja. Der Vermieter kann in einer Räumungsklage nebeneinander geltend machen, dass er den Vertrag vorzeitig aufgelöst hat und dass Sie das Objekt ohne Rechtstitel benützen. Die beiden Gründe schließen einander nicht aus.