Wie wird mein Schaden in Geld berechnet?
betrifft Geschädigte, Schädiger, Versicherungen
Ein Vermögensschaden wird als Unterschied in Geld berechnet. Verglichen wird Ihre Vermögenslage nach dem Schaden mit jener Lage, in der Sie ohne das schädigende Ereignis wären.
Mit KI erklärt am 05.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden
Ständige Rechtsprechung seit 1963, zuletzt bestätigt am 21.02.2024 (23 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1963)
Zur Berechnung eines in Geld zu ersetzenden Vermögensschadens ist der Geldwertunterschied festzustellen zwischen der Vermögenslage, in der sich der Beschädigte infolge der erlittenen Beschädigung befindet und jener Lage, in der er sich ohne das schädigende Ereignis befinden würde (vgl SZ 25/132).
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Hier: Anspruch eines Käufers gegen den Hersteller eines Fahrzeugs, weil dieses mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung im Sinne von Art 5 Abs 2 VO 715/2007/EG ausgestattet ist.OGH 10 Ob 2/23a, 25.04.2023
- Es wäre sachfremd, auf die Berechnung eines Vermögensschadens die Grundsätze der pauschalen Berechnung von Schmerzengeld anzuwenden, welches ganz anderen Zwecken dient.OGH 5 Ob 217/08k, 04.11.2008
- Hier: Berücksichtigung von ersparten Aufwendungen für Fahrt pro Arbeitstag mit dem eigenen PKW.OGH 2 Ob 226/07k, 14.08.2008
- Die Berücksichtigung eines im schädigenden Ereignis wurzelnden Vorteils im Wege des Vorteilsausgleiches kommt bei der Berechnung eines Vermögensschadens jedenfalls dann nicht in Betracht, wenn der Vorteil nicht im Vermögen des Geschädigten eingetreten ist.OGH 2 Ob 11/06s, 28.06.2007
- Da sämtliche Auswirkungen auf das Vermögen des Geschädigten berücksichtigt werden müssen, ist die Schadensfeststellung nicht im Zeitpunkt der Schädigung abzuschließen, vielmehr müssen spätere Auswirkungen, vor allem der entgangene Gewinn in die Betrachtung einbezogen werden.OGH 1 Ob 620/94, 29.05.1995
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- Das ist subjektive Schadensberechnung = Berechnung des Interesses (im Fall voller Genugtuung).OGH 1 Ob 173/75, 10.09.1975
- Ergibt sich bei dieser Berechnung für den Beschädigten ein Vorteil durch Ersparung von Ausgaben, kommt dies dem Schadensstifter zugute und verringert das Ausmaß seiner Ersatzpflicht.OGH 4 Ob 581/70, 22.09.1970
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0022818 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 4 von 23.
- OGH 6 Ob 177/23g, 21.02.2024, Fall aus Oberösterreich
- OGH 10 Ob 2/23a, 25.04.2023, Fall aus Steiermark
- OGH 5 Ob 193/22a, 21.12.2022, Fall aus Oberösterreich
- OGH 2 Ob 14/18z, 26.02.2019, Fall aus Wien
Im Gesetz
- Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) § 1295 · Von der Verbindlichkeit zum Schadenersatze
- ABGB § 1323
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