Wird eine Werbung als Ganzes oder in Teilen beurteilt?
betrifft Unternehmer, Mitbewerber, Konsumenten, Werbetreibende
Ein Werbetext wird nicht in einzelnen Teilen für sich geprüft, sondern immer in seiner Gesamtheit. Entscheidend ist also der Eindruck, den der Text insgesamt vermittelt.
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Ständige Rechtsprechung seit 1956, zuletzt bestätigt am 26.03.2026 (61 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1956)
Der Beurteilung eines Werbetextes sind nicht einzelne Teile für sich, sondern der Text in seiner Gesamtheit zu unterziehen.
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Hier: Werbung für "Smartphones um 0 Euro".OGH 4 Ob 76/24s, 17.12.2024
- Hier: Werbung mit Druckauflage.OGH 4 Ob 122/15t, 20.10.2015
- „mit ihrer Handynummer eine Million EUR in bar gewinnen“OGH 4 Ob 149/13k, 17.12.2013
- Versandapotheke für Österreich.OGH 4 Ob 29/13p, 23.05.2013
- Dragon FX Garant ‑ Garantiezusage.OGH 4 Ob 20/11m, 23.03.2011
Alle 29 Ergänzungen anzeigen
- Die Irreführungseignung ist nach dem Gesamteindruck zu beurteilen.OGH 4 Ob 178/08t, 18.11.2008
- Hier: Zur Rechtslage nach der UWG-Novelle 2007.OGH 4 Ob 109/08w, 26.08.2008
- Bei der Beurteilung darf die Werbung nicht in subtiler (spitzfindiger) Weise zergliedert werden, vielmehr entscheidet der Gesamteindruck.OGH 4 Ob 171/06k, 19.12.2006
- Zwar mag die isolierte Verwendung des Begriffs „Bestpreisgarantie" als Behauptung einer grundsätzlichen Preisführerschaft - wenn auch nicht für jedes einzelne Produkt - verstanden werden. Hier hat die Erstbeklagte aber den Inhalt der „Bestpreisgarantie" durch das Angebot präzisiert, die Differenz auf günstigere Preise zurückzuzahlen. Solange die Erstbeklagte den Markt in zumutbarer Weise beobachtet und auf bekannt werdende Preisunterschiede angemessen reagiert, ist ihre Werbung daher nicht zur Irreführung geeignet.OGH 4 Ob 203/06s, 21.11.2006
- Für die Beurteilung herabsetzender Behauptungen gilt nichts anderes; auch hier kommt es auf den Gesamteindruck an.OGH 4 Ob 116/93, 16.11.1993
- OÖ RundschauOGH 4 Ob 12/93, 09.03.1993
- "Naturkautschuk" - MatratzeOGH 4 Ob 122/92, 15.12.1992
- Überprüfung konkreter Einzelangaben bei Preisvergleich.OGH 4 Ob 170/89, 09.01.1990
- Anti-ZahnsteinOGH 4 Ob 98/88, 29.11.1988
- Das BEZIRKSJOURNAL - die Lieblingszeitung der Wiener.OGH 4 Ob 354/87, 19.05.1987
- "Augenoptik-Meisterbetrieb"OGH 4 Ob 400/85, 10.12.1985
- Wir sind immer billiger.OGH 4 Ob 312/84, 21.02.1984
- BMW-KundendienstOGH 4 Ob 379/82, 23.11.1982
- DrogeriemarktOGH 4 Ob 362/78, 26.09.1978
- Der Gesamteindruck der Ankündigung ist nicht immer gleichbedeutend mit ihrem Gesamtinhalt "Bier-Hit ohne Alkohol".OGH 4 Ob 324/78, 04.04.1978
- Werbetext für Dosenbier "Faxe ... wie vom Fass".OGH 4 Ob 315/77, 22.02.1977
- Billigpreisankündigung Teppiche.OGH 4 Ob 396/76, 14.12.1976
- Blickfang Heizkörperfolie.OGH 4 Ob 384/76, 30.11.1976
- Der durch Blickfang herausgestellte Gesamteindruck "Kürbissalatöl".OGH 4 Ob 379/76, 15.11.1976
- Fernschulrat, Arbeitsgemeinschaft österreichischer Fernschulen.OGH 4 Ob 351/76, 07.09.1976
- Technischer Betriebsleiter.OGH 4 Ob 315/75, 29.04.1975
- Dies gilt insbesondere auch bei der Prüfung, ob eine Ankündigung gegen das RabG verstößt.OGH 4 Ob 320/74, 07.05.1974
- Bügeleisen-RabattOGH 3 Ob 30/74, 05.03.1974
- Fußnote mit geringem Auffälligkeitswert.OGH 3 Ob 30/74, 05.03.1974
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0078352 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 5 von 61.
- OGH 4 Ob 76/25t, 26.03.2026, Fall aus Oberösterreich
- OGH 4 Ob 159/24x, 24.06.2025, Fall aus Wien
- OGH 4 Ob 80/23b, 19.12.2023, Fall aus Wien
- OGH 4 Ob 246/22p, 28.02.2023, Fall aus Wien
- OGH 4 Ob 118/18h, 29.01.2019, Fall aus Wien
Genannte Normen
UWG §2 C2a
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