Ist es ein Unfall, wenn ich selbst etwas gemacht habe?
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Ständige Rechtsprechung seit 1991, zuletzt bestätigt am 25.02.2026 (18 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1991)
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Hier: Feuerspucker "verkutzt" sich und verschluckt in den Mund genommenes Pyrofluid, das dadurch in die Lunge gelangt. Unfall bejaht.OGH 7 Ob 200/25z, 25.02.2026
- Hier: zum Unfallbegriff im EKHG.OGH 2 Ob 198/23s, 21.11.2023
- Hier: Körperliche Schädigung des Klägers beim Anheben eines Kastens.OGH 7 Ob 76/22k, 29.06.2022
- Ein von außen auf den Körper wirkendes Ereignis liegt vor, wenn Kräfte auf den Körper einwirken, die außerhalb des Einflussbereichs des eigenen Körpers liegen. Das von außen wirkende Ereignis beim Sturz ist der Aufprall und zwar unabhängig von der Ursache.OGH 7 Ob 57/17h, 14.06.2017
- Hier: Anstoß mit dem Fuß gegen eine Sprossenwand beim Hallenfußball.OGH 7 Ob 213/16y, 25.01.2017
Alle 19 Ergänzungen anzeigen
- Hier: Allmähliche Änderung der Witterungs‑ und Umweltbedingungen anlässlich einer hochalpinen Bergtour, die objektiv nicht ungewöhnlich waren.OGH 7 Ob 79/16t, 28.09.2016
- Hier: Achillessehnenruptur bei einem Strandlauf.OGH 7 Ob 172/12p, 23.01.2013
- Hier: Durch das Stolpern an einer Baumwurzel beim Joggen wurde der Außenmeniskus des rechten Kniegelenks der Klägerin „plötzlich von außen" (Art 6.1 AUVB) unmittelbar beeinflusst, sodass insoweit vom Vorliegen eines Versicherungsfalles auzugehen ist.OGH 7 Ob 224/07b, 17.10.2007
- Hier: Abrutschen von einem Stockerl, wodurch es beim Aufprall auf den Boden zu einer Knieverletzung kam.OGH 7 Ob 286/02p, 15.01.2003
- Ein Direktkontakt mit dem verletzten Körperteil ist nicht erforderlich.OGH 7 Ob 286/02p, 15.01.2003
- Unfall liegt vor, wenn der Versicherte den Inhalt eines kleineren Fasses in ein größeres Fass umleeren will, ihm dabei das kleinere Fass ausrutscht und er beim Versuch, es aufzufangen, indem er mit dem Arm nachfasste, einen Riss der Bizepssehne erleidet.OGH 7 Ob 74/01k, 18.04.2001
- Hier: Art 6 Z 2 AUVB 1996.OGH 7 Ob 74/01k, 18.04.2001
- Kein Unfall, wenn der Versicherte beim Fußballspielen eine Drehbewegung macht, um einem Ball nachzulaufen, wodurch es zu einem Achillessehnenriss kam, ohne dass eine Fremdeinwirkung vorliegt, der Fuß des Versicherten auch nicht über die normale Haftung auf dem Fußboden fixiert war und er nicht in einer Bodenunebenheit hängen blieb.OGH 7 Ob 5/01p, 23.01.2001
- Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte seinen Fuß in der Eile auf eine Bordsteinkante setzt und dann umknickt.OGH 7 Ob 5/01p, 23.01.2001
- Hier: Art 6 Z 3 Basler AUVB 1989.OGH 7 Ob 5/01p, 23.01.2001
- Mit dem Aufschlag beim Tennisspielen ist keine "plötzliche ungewöhnliche Kraftanstrengung" iS der Versicherungsbedingungen verbunden.OGH 7 Ob 118/00d, 29.05.2000
- Hier: Achillessehnenriss während der normalen Laufbewegung des Versicherten stellt keinen Unfall dar.OGH 7 Ob 1019/92, 11.06.1992
- Der Umstand, dass zwischen dem Kläger und dem Gegner kein direkter Körperkontakt bestanden hat, ist nicht entscheiden. Auf die Dauer des Zweikampfes kommt es ebenfalls nicht an.OGH 7 Ob 9/91, 11.07.1991
- Hier: "Pressball beim Fußballspielen".OGH 7 Ob 9/91, 11.07.1991
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0082008 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 3 von 18.
- OGH 7 Ob 200/25z, 25.02.2026, Fall aus Oberösterreich
- OGH 2 Ob 198/23s, 21.11.2023, Fall aus Tirol
- OGH 7 Ob 78/16w, 25.05.2016, Fall aus Wien
Genannte Normen
AUVB 1965 Art2 Z1; Basler AUVB 1989 Art6 Z2; AUVB 1996 Art6 Z2; VersVG §179
Die andere Seite
Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Ein Unfall ist nur ein Ereignis, das unmittelbar von außen und plötzlich mit mechanischer Gewalt einwirkt. Fehlt eine solche Einwirkung, liegt kein Unfall in diesem Sinn vor.
Plötzlich ist ein Ereignis nur dann, wenn es unerwartet kommt und Sie ihm nicht mehr entgehen können. Bei normalem Ablauf dürfen Sie sich den Folgen im Augenblick der Einwirkung also nicht mehr entziehen können.