Zum Inhalt springen

Wird ein unklarer Vertrag immer gegen den Verfasser ausgelegt?

betrifft Vertragsparteien, Konsumenten, Unternehmer, Arbeitnehmer
Zuerst ist zu klären, was die Beteiligten mit dem Vertrag gemeint haben und wie ihn ein redlicher Verkehrsteilnehmer verstehen musste. Erst wenn sich der Inhalt so nicht ermitteln lässt, kommt die Regel zum Zug, dass eine undeutliche Äußerung zu Lasten dessen geht, der sie verwendet hat.

Mit KI erklärt am 05.09.2026 · keine Rechtsberatung · Wo bekomme ich Hilfe? · Fehler melden

Ständige Rechtsprechung seit 1993, zuletzt bestätigt am 29.04.2026 (28 Entscheidungen).

So hat das Gericht es formuliert (1993)

§ 915 ABGB ist nur subsidiär, wenn der Inhalt einer unklaren und zweifelhaften Äußerung mit den Auslegungsregeln des § 914 ABGB nicht ermittelt werden kann, heranzuziehen.

Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen

Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0017951 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen

Entscheidungen dazu

Im Portal: die neuesten 10 von 28.

Im Gesetz

Teilen WhatsApp Facebook LinkedIn E-Mail

Verwandte Fragen

Vertragsrecht · Auslegung unklarer Vertragsklauseln
Vertragsrecht · Zweifelsregel als letzter Ausweg
Vertragsrecht · Zweifelsregel bei klarem Vertrag
Vertragsrecht · Auslegung unentgeltlicher Geschäfte
Vertragsrecht · Unklare Formulierung geht zu wessen Lasten