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Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) · 25.10.2016

OGH 5 Ob 133/16v

Worum es ging: Was bringt die Eintragung meines Mietrechts im Grundbuch?

Die Regeln aus dieser Entscheidung

Ist der Mietvertrag im Grundbuch eingetragen, bleibt auch jeder spätere Käufer der Liegenschaft daran gebunden. Darüber hinaus wirkt die Eintragung nicht; gegenüber anderen Personen entstehen daraus keine weiteren Rechte.

Ja. Für Ihr Gesuch zählt der Grundbuchstand zu dem Zeitpunkt, in dem es einlangt, auch wenn dieser Stand von der wahren Rechtslage abweicht oder durch einen Fehler des Gerichts zustande gekommen ist.

Nein. Diese Berichtigung ist nur möglich, wenn sich die Rechtslage nachträglich außerhalb des Grundbuchs geändert hat und das noch nicht eingetragen ist. Dass eine Eintragung von Anfang an auf fehlerhafter Grundlage beruhte oder sich die Rechtsprechung geändert hat, genügt nicht.

Nein. Für die Beurteilung Ihres Grundbuchsgesuchs zählt der Zeitpunkt, in dem es beim Gericht eingelangt ist. Wird ein Bescheid erst danach von der Behörde aufgehoben, ändert das nichts, eine solche Aufhebung wirkt nur für die Zukunft. Das gilt auch für die höheren Gerichte.

Ja. Eine Berichtigung setzt voraus, dass sich die Rechtslage außerhalb des Grundbuchs bereits geändert hat, und sie ist eine Eintragung wie jede andere. Betrifft sie einen Rechtserwerb an einem Grundstück, müssen daher auch die Voraussetzungen des Grundverkehrsrechts erfüllt sein.

Nein, allein wegen des Todes nicht. Ein im Grundbuch eingetragenes Miet- oder Pachtrecht läuft nach dem Tod des Mieters weiter. Vor Ablauf der vereinbarten Bestandzeit können Sie es nur löschen lassen, wenn Sie ein Urteil vorlegen, mit dem die Räumung aufgetragen wurde; ist die vereinbarte Zeit bereits abgelaufen, gilt das nicht.

Der Weg durch die Instanzen

Zitierte Paragrafen

ABGB § 1095 ABGB § 1120 AußStrG § 62 AußStrG § 63 AußStrG § 71 GBG 1955 § 126 GBG 1955 § 131 GBG 1955 § 136 GBG 1955 § 9 GBG 1955 § 93 GBG 1955 § 94

Entscheidungstext

27 Absätze, 8.189 Zeichen · im RIS ansehen

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Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

25.10.2016

Geschäftszahl

5Ob133/16v

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Hradil als Vorsitzenden sowie den Hofrat Dr. Höllwerth, die Hofrätin Dr. Grohmann, die Hofräte Mag. Wurzer und Mag. Painsi als weitere Richter in der Grundbuchsache der Antragsteller 1. N***** D***** und 2. H***** D*****, beide *****, vertreten durch Dr. Harald Mezriczky, öffentlicher Notar in Schwechat, wegen Berichtigungen gemäß § 136 GBG ob der EZ 146 KG *****, über die Revisionsrekurse der Einschreiter 1. G***** A*****, 2. V***** M*****, 3. H***** D*****, 4. I***** F*****, 5. Dr. H***** S*****, 6. KR R***** S*****, 7. I***** K*****, 8. Dr. A***** G*****, 9. Mag. M***** G*****, 10. P***** F*****, 11. G***** W*****, 12. Dr. R***** D*****, 13. M***** K*****, 14. S***** K*****, 15. Mag. U***** P*****, 16. W***** E*****, 17. Ing. K***** R*****, 18. F***** R*****, 19. E***** S*****, 20. Mag. A***** H*****, 21. A***** L*****, 22. G***** L*****, 23. Dr. K***** U*****, 24. G***** B*****, 25. H***** F*****, 26. G***** D*****, 27. F***** H*****, 28. H***** H*****, 29. A***** H*****, 30. C***** L*****, 31. J***** B*****, 32. P***** K*****, 33. Ing. K***** S*****, 34. Dr. H***** K*****, 35. E***** K*****, 36. H***** A*****, 37. E***** A*****, 38. Ing. J***** L*****, 39. Ing. G***** R*****, 40. C***** R*****, 41. R***** S*****, 42. B***** S*****, 43. Dr. M***** C*****, 44. F***** Z*****, 45. J***** Z*****, 46. H***** J*****, 47. A***** J*****, 48. T***** Z*****, 49. H***** S*****, 50. E***** S*****, 51. H***** B*****, 52. T***** B*****, 53. H***** K*****, 54. G***** K*****, 55. H***** L*****, 56. Mag. B***** L*****, 57. Dipl.-Ing. C***** U*****, 58. Dr. A***** K*****, 59. C***** S*****, 60. Dr. R***** H*****, 61. M***** P*****, 62. Mag. G***** L*****, 63. A***** K*****, 64. U***** P*****, 65. W***** L*****, 66. M***** L*****, 67. T***** K*****, 68. N***** L*****, 69. W***** L*****, 70. A***** W*****, 71. C***** K*****, 72. G***** C*****, 73. R***** S*****, alle vertreten durch Ing. Mag. Dr. Roland Hansely, Rechtsanwalt in Wien, gegen den Beschluss des Landesgerichts Wiener Neustadt als Rekursgericht vom 23. Mai 2016, AZ 17 R 36/16i, mit dem der Beschluss des Bezirksgerichts Mödling vom 3. Februar 2016, TZ 98/2016, bestätigt wurde, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Revisionsrekurse werden zurückgewiesen.

Der vollständige Text steht im RIS (Link oben).

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