Wie genau muss ich in der Klage beschreiben, was ich will?
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Ständige Rechtsprechung seit 1952, zuletzt bestätigt am 28.10.2025 (124 Entscheidungen).
So hat das Gericht es formuliert (1952)
Ergänzungen des Gerichts in späteren Entscheidungen
- Hier: Präzisierung des vom Vorbringen der Kläger gedeckten und festgestellten Mangels im auf Gewährleistung gestützten Verbesserungsbegehren.OGH 1 Ob 112/23m, 20.09.2023
- hier: Determinierung des Zwecks (vertragsgemäße Verrentung) der Auffüllung des DeckungsstocksOGH 7 Ob 37/23a, 19.04.2023
- Hier: Das wettbewerbsrechtliche Begehren auf „Unterlassung des Vorenthaltens von Betriebsmitteln, die im Eigentum der Klägerin stehen oder hinsichtlich derer sie einen Anspruch auf Verschaffung des Eigentums hat und die ihrem Unternehmen dienen“, ist im Zusammenhang mit dem Unternehmenskaufvertrag und dem Verweis auf eine Beilage hinreichend bestimmt.OGH 4 Ob 110/22p, 18.10.2022
- Hier: Formulierung „im Bereich des Grundstücks [des Klägers]“ ausreichend im Gesamtkontext des Spruchpunkts.OGH 4 Ob 190/21a, 23.02.2022
- zu unbestimmt jedoch: „(…) sofern erforderlich, den fachgerechten Austausch des Altbestands an Stehern und Stützelementen“; „Bei sämtlichen Arbeiten sind alle Sicherheitsmaßnahmen (...) zu berücksichtigen“; „Falls vorhanden, sind die schadhaften Schalungsbretter zu ergänzen“; „Die vorhandenen angerosteten (...) Pfostenanker (...)“OGH 1 Ob 96/21f, 22.06.2021
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- Es sei denn, dass sich die Höhe durch eine einfache Rechenoperation ermitteln lässt.OGH 2 Ob 92/19x, 26.05.2020
- Geldleistungsklagen müssen grundsätzlich immer ziffernmäßig genau die begehrte Geldsumme bezeichnen.OGH 2 Ob 92/19x, 26.05.2020
- Die Verurteilung zur Gewährung von „Einsicht in die Buchhaltung, Kontoauszüge und sämtliche Geschäftsunterlagen“ ist ausreichend bestimmt.OGH 1 Ob 54/18z, 19.06.2018
- Erhaltung „in gutem Zustand“ ‑ zu unbestimmt.OGH 2 Ob 194/17v, 22.03.2018
- Hier: Unterlassungsbegehren bei Geruchsimmissionen.OGH 9 Ob 48/12t, 24.07.2013
- Hier: Unterlassungsbegehren.OGH 4 Ob 93/10w, 31.08.2010
- Zumal wenn die möglichen Varianten aus technischen Gründen ohnedies begrenzt und überdies nur von Fachleuten beurteilbar sind.OGH 5 Ob 229/09a, 27.05.2010
- Eine Einschränkung der Klage auf „die 20%ige Ausgleichsquote“ genügt nicht, um das Erfordernis der Bestimmtheit des Klagebegehrens gemäß § 226 ZPO zu wahren, weil sie vor dem Hintergrund des (hier:) Zwangsausgleichs nicht ausreichend spezifiziert ist.OGH 8 ObA 30/09h, 23.03.2010
- Geldleistungsklagen müssen, sofern nicht eine gesetzlich geregelte Ausnahme vorliegt, immer ziffernmäßig bestimmt sein. Die mangelnde Bestimmtheit des Klagebegehrens ist eine in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen wahrzunehmende zwingende Inhaltsvoraussetzung.OGH 8 ObA 30/09h, 23.03.2010
- Welche Anforderungen an die Konkretisierung des Klagebegehrens zu stellen sind, hängt von den Besonderheiten des anzuwendenden materiellen Rechts und den Umständen des Einzelfalls ab. Die Anforderungen sind danach in Abwägung des zu schützenden Interesses des Beklagten, sich gegen die Klage erschöpfend verteidigen zu können, sowie seines Interesses an Rechtsklarheit und Rechtssicherheit hinsichtlich der Entscheidungswirkungen mit dem ebenfalls schutzwürdigen Interesse des Klägers an einem wirksamen Rechtsschutz festzulegen.OGH 4 Ob 86/07m, 10.07.2007
- Hier: Diesem Anspruch wird ein Urteil gerecht, das schlicht darauf hinausläuft, dass der Beklagte alles unternehmen muss, um seiner Mieterin einen funktionierenden Lift zur Verfügung zu stellen.OGH 5 Ob 72/97t, 18.03.1997
- Bei Feststellungsbegehren ist genau zu bezeichnen, welches Recht oder Rechtsverhältnis als bestehend oder nicht bestehend festzustellen ist; bei Unterlassungsklagen, welche Handlungen und für welche Dauer sie zu unterlassen sind. Hier: Das Begehren auf Haftung des Beklagten für alle Schäden, die aus der widmungsiwdrigen und konsenswidrigen Benützung der gemieteten Räumlichkeiten entstehen, ist hinreichend bestimmt.OGH 4 Ob 551/95, 10.08.1995
- Hier: Einwilligung in die Übertragung einer Mitgliedschaft.OGH 8 Ob 565/87, 23.06.1988
- Begehren auf Entfernung eines Holzschrankens auf Zufahrtsweg.OGH 3 Ob 29/88, 23.03.1988
- Hier: ÜbergabsvertragOGH 5 Ob 631/83, 28.02.1984
- Es muss sich nur aus der Natur der Sache ergeben, welcher Art die begehrten Handlungen sind.OGH 7 Ob 585/83, 14.04.1983
- Technische Durchführung der Verbesserung muss nicht umschrieben sein, weil davon ausgegangen werden darf, dass die Leistungen den bestehenden Vorschriften und den im betreffenden Geschäftszweig herrschenden Grundsätzen entsprechend ausgeführt werden.OGH 5 Ob 60/82, 18.01.1983
- Versucht der Mieter, den Vermieter im Klagsweg zur Duldung von Veränderungen zu verhalten, so muss er in seinem diesbezüglichen Urteilsbegehren genau angeben, welche Änderungen er im einzelnen am Bestandgegenstand durchzuführen beabsichtigt; denn für den Vermieter muss auf Grund eines allenfalls gegen ihn ergangenen klagsstattgebenden Urteiles einwandfrei zu beurteilen sein, welche Änderungen des Mieters am Bestandgegenstand er im einzelnen zu dulden hat und gegen welche Änderungen er sich zur Wehr setzen kann. Anschluss entsprechender Baupläne.OGH 8 Ob 558/80, 26.03.1981
- Der Gläubiger soll bei Schaffung und Durchsetzung eines Exekutionstitels nicht vor praktisch unüberwindliche Hindernisse gestellt werden. Insbesonders dann, wenn dem Kläger eine individualisierende Beschreibung sämtlicher beweglicher Sachen deren Herausgabe er begehrt, im konkreten Fall nicht anders möglich ist, wird deren lokale Individualisierung als hinreichend bestimmt anzusehen sein. Hier: Begehren auf Herausgabe einer Sammlung von Modelleisenbahnen.OGH 5 Ob 705/80, 14.10.1980
- VerköstigungsanspruchOGH 5 Ob 767/79, 18.03.1980
- Verpflichtung binnen einer vom Gericht zu bestimmenden Frist die Pertilex - Beschichtung einer Hausfassade in einwandfreiem Zustand zu versehen.OGH 2 Ob 563/79, 02.10.1979
- Unbestimmte Bezeichnung, wenn auf Leistung einer betragsmäßig bestimmten monatlichen bzw jährlichen Rente bis zur Erreichung des fünfundsechzigsten Lebensjahres " mit der Beschränkung auf die Versicherungssumme entsprechend dem Versicherungsvertrag" geklagt wird.OGH 8 Ob 87/79, 13.09.1979
- Klage auf Herausgabe "eines Spinnrades" zu unbestimmt.OGH 5 Ob 601/79, 03.07.1979
- "Von der Firma T dem Antragsgegner anläßlich der Verpachtung seines Unternehmens übergebene und bei ihm verwahrte Rohstoffe, Betriebsmittel, Halbfertigwaren und Fertigwaren" genügt bei Warenlager.OGH 7 Ob 56/75, 10.04.1975
- Hier: Begehren auf Herausgabe eines bloß mit Erzeugername und Type bezeichneten gebrauchten Raupenfahrzeuges.OGH 5 Ob 242/74, 06.11.1974
- Soweit eine genaue Bezeichnung der Leistung ihrer Natur nach möglich ist, hat der Exekutionstitel eine solche zu enthalten.OGH 3 Ob 36/74, 23.04.1974
- Bewegliche Sachen sind so zu bezeichnen, dass eine Verwechslung nicht möglich ist. Bei gattungsmäßig bestimmten Sachen darf kein Zweifel über Menge, Art und Güte aufkommen.OGH 4 Ob 600/73, 19.02.1974
- Geweihsammlung - AbnormitätensammlungOGH 6 Ob 56/72, 27.04.1972
- Ein auf Herausgabe "sämtlicher Geschäftsunterlagen" gerichtetes Klagebegehren ist hinreichend bestimmt (wie SZ 26/8).OGH 1 Ob 269/71, 28.10.1971
- Recht zur Einstellung eines Pkw im Hofe.OGH 5 Ob 132/70, 10.06.1970
- "Schlechtwetter" und "kalte Jahreszeit" sind Begriffe der Umgangssprache und können auf Grund des Ortsgebrauches klar und deutlich sein.OGH 1 Ob 48/69, 20.03.1969
- Beistellung verschiedener Holzarten und Holzformen.OGH 6 Ob 245/68, 25.09.1968
- Hier: Beurteilung nach § 7 EO - Antrag auf Bewilligung einer Exekution nach § 354 EO wurde abgewiesen.OGH 3 Ob 18/67, 08.03.1967
- Begehren auf "Gestattung eines Mauerdurchbruches."OGH 5 Ob 200/65, 30.09.1965
- Herausgabe von Hausratsgegenständen (§ 19 d 6.DVz EheG).OGH 3 Ob 83/64, 31.08.1964
- Begehren des Vermieters, der Mieter habe die Untersuchung der Decke seines Bestandobjektes auf ihren Bauzustand zu dulden und sämtliche im Sinne des Bescheides der Baubehörde erforderlichen Arbeiten vornehmen zu lassen, zu unbestimmt.OGH 6 Ob 180/64, 12.06.1964
- Die Anforderungen nach einer entsprechenden Individualisierung dürfen nicht überspannt werden.OGH 5 Ob 219/59, 03.06.1959
- Herstellung eines Nudelbrettes und eines Kastens "normaler bäuerlicher Größe".OGH 1 Ob 501/56, 14.11.1956
Ein Rechtssatz ist eine Regel, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seinen Entscheidungen immer wieder anwendet. Dieser trägt die Nummer RS0037874 · im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) ansehen
Entscheidungen dazu
Im Portal: die neuesten 10 von 124.
- OGH 3 Ob 82/25t, 28.10.2025, Fall aus Salzburg
- OGH 9 Ob 47/25i, 23.10.2025, Fall aus Wien
- OGH 1 Ob 142/25a, 30.09.2025, Fall aus Wien
- OGH 5 Ob 91/25f, 23.09.2025, Fall aus Wien
- OGH 8 Ob 54/25m, 25.04.2025, Fall aus Wien
- OGH 5 Ob 19/24s, 08.10.2024, Fall aus Salzburg
- OGH 2 Ob 125/24g, 10.09.2024, Fall aus Salzburg
- OGH 5 Ob 130/23p, 23.11.2023, Fall aus Wien
- OGH 5 Ob 77/23v, 17.07.2023, Fall aus Wien
- OGH 5 Ob 181/22m, 31.05.2023, Fall aus Salzburg
Im Gesetz
Die andere Seite
Zum selben Thema hat das Gericht auch Regeln aufgestellt, die für die Gegenseite günstig sind.
Ihrem Begehren muss zu entnehmen sein, worum es geht, um welche Art von Leistung, in welchem Umfang und zu welcher Zeit sie zu erbringen ist. Dass sich das alles erst ermitteln lässt, genügt nur dort, wo das Gesetz das ausdrücklich zulässt.
Für die Unterbrechung der Verjährung zählt nur das Begehren, das Sie tatsächlich und eindeutig erhoben haben. Der Anspruch wird durch Ihren Antrag umschrieben, und bei Geldschulden muss dieser ziffernmäßig genau bestimmt sein.